Berlin

Fliegende Würste für die Grüne Woche

Auftritt bei der Grünen Woche: Silke Petersen von der Schlachterei Schlüter in Wankendorf jongliert auch am Messestand mit Würsten.

Auftritt bei der Grünen Woche: Silke Petersen von der Schlachterei Schlüter in Wankendorf jongliert auch am Messestand mit Würsten.

Eutin/Berlin. Fliegende Würste, Bier aus der Hausbrauerei und von Hand gerösteter Kaffee – mit Leckereien aller Art tritt die Holsteinische Schweiz bei der Grünen Woche (18. bis 27. Januar) in Berlin an. Alles, was sich hierzulande darum bemüht, die Region in die Herzen und Münder der Einheimischen und Besucher zu bringen, ist dabei: Direktvermarkter, die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS), der Naturpark Holsteinische Schweiz, der Dehoga-Kreisverband, die Genussregion sowie die Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz.

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Die Aktivregion hat den Auftritt organisiert, bespielt wird er neben den vielen Direktvermarktern vor allem von den großen Orten der Holsteinischen Schweiz, von Eutin, Malente und Plön. Malentes Bürgermeisterin Tanja Rönck, zurzeit Vorsitzende der Tourismuszentrale, wird vier Tage in Berlin sein, ihr Stellvertreter, Eutins Bürgermeister Carsten Behnk (beide parteilos) zwei Tage. Rönck teilt mit: „Die Grüne Woche mit fast 400 000 Besuchern verschafft uns die Gelegenheit, für unsere Region als touristisches Highlight intensiv zu werben.“

Leckeres aus der Region

Am Stand der Holsteinischen Schweiz gibt es nicht nur Informationen über die Urlaubsregion, sondern auch allerlei zu probieren, ob feinherbes blondes Bier von der Kirschenholz-Brauerei in Schillsdorf, Kalkberg-Kaffee aus Bad Segeberg, Apfelbrände vom Obsthof Münster in Eutin oder Holunderblüten-Sekt, gemixt aus Holunderblütensirup, den Anja Kasch vom Landgasthof Kasch in Malente-Timmdorf selbst hergestellt hat. Außerdem kochen Eutins Dehoga-Chef Harry Heinsen und der Eutiner Schlossküchen-Koch Alexander Hedegger abwechselnd für die Besucher: Sauerfleisch vom Angler Sattelschwein und Bauernfrühstück mit Holsteiner Katenschinken. Als Dessert gibt es rote Grütze mit Vanillesoße.

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Am Stand der Holsteinischen Schweiz auf der Grünen Woche kochen abwechselnd Harry Heinsen (l) und Alexander Hedegger

Am Stand der Holsteinischen Schweiz auf der Grünen Woche kochen abwechselnd Harry Heinsen (l.) und Alexander Hedegger.

Dass der Stand nicht nur Urlauber beziehungsweise künftige Urlauber anspricht, macht Joachim Schmidt, der Vorsitzende der Aktivregion deutlich. „Viele aus der Region fahren dorthin, um ihre Schlachterei Schlüter zu besuchen. Die Messe ist also auch wichtig für das Binnenmarketing.“ Mancher Erfolg stelle sich erst langfristig ein. „Der Obsthof Münster hat nach der Messe viel mehr Busse, die ihn besuchen“, sagt Schmidt.

Zunächst zahlen die Direktvermarkter drauf, merkt er an. Aber: „Ohne die wäre der Auftritt so gar nicht möglich.“ Der Messeauftritt der Organisationen wird von den Kreisen finanziert. Je 2000 Euro geben Ostholstein, Plön und Segeberg, die TZHS noch einmal 1000 Euro.

Erstmals mit Schülerprogramm

Bier und Kaffee für Kinder? Das geht auf der Grünen Woche. Erstmals beteiligt sich die Holsteinische Schweiz am Schülerprogramm „Grüne Woche young generation“. Das Angebot: Bierbrauen und Informationen über Alkoholkonsum, Kaffeerösterei kombiniert mit Wissenswertem über die Probleme der Kaffeebauern und – für die kleineren Kinder – das Mischen von Brotaufstrichen aus frischen Kräutern und Rosenmarmelade. Diese Angebote für Schulen haben offenbar ins Schwarze getroffen. „Das Angebot war bereits Ende November ausgebucht“, berichtet Aktiv-Region-Sprecherin Josefine von Hollen.

Bohnita darf mit nach Berlin

Bohnita darf mit nach Berlin: Tim Schnoor von der Kalkberg-Kaffeerösterei ist einer der Direktvermarkter, die sich auf der Grünen Woche präsentieren.

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Insgesamt ein buntes Päckchen, mit dem die Holsteinische Schweiz in der Schleswig-Holstein-Halle (22a) auf sich aufmerksam machen möchte. Dort wird auch die Politik erwartet, unter anderem Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) und Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) sowie Mitglieder des Agrarausschusses. Schmidt: „Wir werden sehr stark besucht von der Kieler Politik. Das ist für uns sehr wichtig.“ Denn die Aktivregion sei auch in Zukunft auf EU-Mittel angewiesen.

Susanne Peyronnet

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