Heiligenhafen

Graswarder: Bruterfolg bei den Sturmmöwen

Die Sturmmöwe wird auf dem Graswarder besser geschützt.

Die Sturmmöwe wird auf dem Graswarder besser geschützt.

Heiligenhafen. Mit etwa 265 flüggen Sturmmöwen konnte auf dem Graswarder ein beachtlicher Bruterfolg erzielt werden. Dies hat der Nabu Heiligenhafen verkündet. Auf 400 Meter Länge wurde zum Schutz der Gelege eine rund ein Hektar große Fläche mit einem Stabgitterzaun und mit schräg nach außen abgewinkelten Abweisergittern versehen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hohe Zahl an Fressfeinden

„Zäune sind letztlich immer nur zweite Wahl. Solche Maßnahmen können aber eine berechtigte Alternative sein, um einen hohen Prädatorenbestand von den Naturschutzgebieten fernzuhalten“, sagt Klaus Dürkop, Referent des Nabu in Heiligenhafen. Vor allem Füchse und Marder hätten das Gebiet als „ihre“ Nahrungsplattform entdeckt. Dem versuchte der Naturschutzbund in Absprache mit der Naturschutzbehörde des Kreises durch mobile Elektrozäune entgegenzuwirken. Daraufhin aber hatten Marderhunde und neuerdings auch Waschbären erkannt, dass das 1,10 Meter hohe Geflecht keinen wirklichen Schutz bot.

Beim Umweltministerium wurde schließlich der Bau eines stationären Zaunes beantragt. Im Februar begann die Maßnahme für rund 60 000 Euro. Im April stand der Stabgitterzaun in einer Höhe von 1,25 Metern. Bis Juni erkannte der Nabu allerdings noch Brutverluste bei den Sturmmöwen, Enten und Austernfischern. Das Eindringen der Füchse konnte verhindert werden. Andere Fressfeinde überwanden die Anlage aber noch, ehe die Abweisergitter angebracht wurden und der Zaun auf 1,60 Meter Höhe wuchs.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Weiterer Zaun in Planung

Keinen Schutz bietet der Zaun vor dem Seeadler, der die jungen Sturmmöwen aus der Luft jagt. „Es bleibt aber die Hoffnung, dass sich nach der nächsten Bauphase mit weiteren 700 Meter Zaun östlich des Beobachtungsturmes ähnlich positive Ergebnisse für die Küstenvogelwelt des Graswarders einstellen“, so Dürkop.

Von Markus Billhardt

Mehr aus Ostholstein

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen