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Ostsee

Hunderte Flohkrebse zwicken Badegäste vor Scharbeutz

Die kleinen Tierchen wurden unter anderem in der Ostsee vor Scharbeutz gesichtet.

Die kleinen Tierchen wurden unter anderem in der Ostsee vor Scharbeutz gesichtet.

Scharbeutz. Das abkühlende Bad in der Ostsee vor Scharbeutz wurde für Wolfgang Porten zu einer piksenden Angelegenheit. „Hunderte kleine Würmer haben sich an Beinen und Armen festgesaugt. Das war nicht so angenehm“, schildert der Ostholsteiner, der mit seinen Enkeln unterwegs war, die Situation und fragt sich, was das für Lebewesen waren

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Die Antwort liefern DLRG und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Demnach habe es sich um Flohkrebse gehandelt. „Die kneifen ein bisschen. Es tut aber nicht richtig weg. Zu dieser Jahreszeit kommen sie häufiger vor“, sagt Stefanie Sudhaus, Mitarbeiterin des BUND und zuständig für das Thema Meeresschutz.

So sieht ein Flohkrebs aus.

So sieht ein Flohkrebs aus.

Flohkrebse gelten als ungefährlich

Dass die Flohkrebse sich auf Schwimmer niederlassen sei schlichtweg eine Verwechslung. Die Tiere kämen dort vor, wo es Seegras und Muscheln gibt. „Da können sie sich verstecken und ernähren“, sagt Sudhaus. Für Menschen seien die Flohkrebse ungefährlich. Diesen Eindruck hat auch Wolfgang Porten. „Ich habe hinterher nichts davon gespürt und auch keine Rötungen“, erzählt er.

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Lesen Sie auch: Tödliche Strömung in der Ostsee.

Allein in der Ostsee leben rund zehn verschiedene Flohkrebs-Arten. "Die beiden vorderen Laufbeinpaare besitzen scherenförmige Greifwerkzeuge", heißt es auf der Internetseite des deutsch-dänischen Interreg-Projekts Undine II, das sich mit der Ostsee intensiv auseinandersetzt. Projektleiterin ist Stefanie Sudhaus. Demnach werden die Tiere zwölf bis 26 Millimeter groß, sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenem Material. Fische und Meeresvögel sind ihre Fressfeinde.

Auch Meerasseln kneifen manchmal Menschen

Ebenfalls für Kneifattacken verantwortlich sein könnten laut Sudhaus aber auch Meerasseln, die in der Fehmarnbeltregion leben und auch zu den Krebstieren zählen. Diese werden bis zu drei Zentimeter groß, essen meist vegetarisch und krallen sich an Seegras und Algen fest. „Dort knabbern sie das Seegras von Bewuchs frei, was für die Pflanze gut ist“, erklärt Stefanie Sudhaus.

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So sehen Meerasseln aus.

So sehen Meerasseln aus.

Hier kann man abseits der Ostsee schwimmen

Sebastian Rosenkötter

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