Timmendorfer Strand

Joey Kelly trifft Seeigel im Sealife

Aquarist Stefan Tauscher (l.) berichtet Joey Kelly von den Eigenheiten der Meerestiere.

Aquarist Stefan Tauscher (l.) berichtet Joey Kelly von den Eigenheiten der Meerestiere.

Timmendorfer Strand. Von vielen Kameras lässt sich eine Seegurke nicht beeindrucken. Äußerlich ungerührt ließ die Meeresbewohnerin den Rummel über sich ergehen, der anlässlich ihres neuen Zuhauses im Sealife-Center Timmendorfer Strand losbrach: Der Musiker Joey Kelly weihte dort einen neuen Erlebnisbereich ein, der „Forschen, Entdecken, Erleben“ heißt.

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Putzergarnelen kitzeln an den Händen

Dessen Bewohner sind generell eher unauffällige Lebewesen. In den drei neuen Aquarien und im Berührungsbecken finden sich Quallen, Seesterne, Garnelen und Krebse sowie verschiedene Fische und Korallen. „Die Besucher sollen näher an die Kreaturen herankommen“, erklärt Sealife-Manager Florian Fischer. Heißt: Sie sollen spüren, wie sich Seegurken anfühlen und sich beispielsweise von Putzergarnelen die Hände kitzeln lassen.

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Wie diese Tuchfühlung funktioniert, demonstrierte Joey Kelly zusammen mit dem Aquaristen Stefan Tauscher: Geduldig setzte der Musiker Seesterne, Seeigel und einen Einsiedlerkrebs ins Becken. Den „Roten Drachenkopf“, einen Skorpionfisch, überließ er aber lieber dem Aquaristen – denn dieses Tier besitzt Giftstacheln. Und wenngleich Joey Kelly unter anderem auch dafür bekannt ist, dass er schon durch die Wüste und das „Death Valley“ gelaufen ist, verzichtete er auf dieses Abenteuer dann doch lieber.

Per Knopfdruck leuchtet das Quallen-Aquarium rot, blau oder grün

Ab ins Wasser mit dem Seeigel – und er hat Joey Kelly gar nicht gepikt

Ab ins Wasser mit dem Seeigel – und er hat Joey Kelly gar nicht gepikt.

Ungefährlicher als „Drachenköpfe“ sind Anemonen- und Pinzettenfische, Fahnenbarsche und Korallen, die jetzt ebenfalls in den beiden neuen Schwarzlicht-Aquarien zu sehen sind. In besonderem Licht beziehungsweise in besonderen Lichtern erscheinen die auch aus der Ostsee hinlänglich bekannten Ohrenquallen, deren Kreisel-Aquarium die Besucher per Knopfdruck rot, blau oder grün beleuchten können – wie die Quallen selbst das finden, behalten sie erwartungsgemäß für sich.

Zum neuen Forschungsbereich gehören außerdem zwei Mikroskopier-Stationen, an denen gewiss auch die Mädchen und Jungen der Aquarien-AG des Ostsee-Gymnasiums Hai-Eier, Versteinerungen und andere Präparate untersuchen werden. Zur Eröffnung kümmerten sich die Jung-Aquarianer aber erst einmal um die lebenden Exponate und trauten sich ebenfalls, Seesterne und Seeigel ins Wasser zu setzen.

Sealife-Center

Joey Kelly im Sealife-Center

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Bei den Seeigeln handelt es sich übrigens um ungefährliche Exemplare, nämlich die „essbaren Seeigel“, erklärte Stefan Tauscher: „Ihre Stacheln sind harmlos.“ Selbst gegessen habe er ein solches Tier allerdings nicht, berichtete er, „es ist auch wenig dran“. Joey Kelly interessierte sich ohnehin mehr für einen anderen Seeigel-Aspekt: „Wie vermehren die sich eigentlich?“ Per Ei-Ablage im Wasser, erläuterte Tauscher – die Weibchen legen die Eier ab, die Männchen befruchten diese hinterher. Und so hat auch der Musiker beim „Forschen, Entdecken, Erleben“ noch etwas dazugelernt.

Sabine Latzel

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