Feuerwehr

Schashagen führt Pflichtfeuerwehr ein

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bliesdorf. Hier fehlen ebenso wie in den anderen Ortswehren Kräfte.

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bliesdorf. Hier fehlen ebenso wie in den anderen Ortswehren Kräfte.

Merkendorf. Die zweite Gemeinde im Kreis Ostholstein hat sich für die Einrichtung von Pflichtfeuerwehren ausgesprochen. Damit können Schashagener Bürger in Zukunft zwangsverpflichtet werden. Grömitz war diesen Schritt bereits im Dezember vergangenen Jahres gegangen. Dort laufen die Gespräche mit Frauen und Männern zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 50. Lebensjahr bereits (die LN berichteten).

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In der Gemeinde Schashagen gibt es fünf Ortswehren. In Bliesdorf und Marxdorf wird die Mindestzahl der zur Verfügung stehenden Kräfte (27) um mehr als ein Drittel unterschritten. In Logeberg/Krummbek, Schashagen und Schlamin sieht es ebenfalls nicht gut aus. Es verwunderte wenig, dass sich der Sozialschuss im Februar ebenso wie jetzt die Gemeindevertreter für die Einrichtung der Pflichtwehren ausgesprochen hatte.

18 Aktive reichen nicht aus

Nun ist die Verwaltung vom Amt Ostholstein-Mitte am Zug. Es gilt eine Satzung zu erstellen, die anschließend genehmigt werden muss. Wie lange das genau dauern wird, weiß Bürgermeister Rainer Holtz (CDU) nicht. Sicher ist, dass erst im Anschluss Briefe an Bürger verschickt werden, in denen diese zu Gesprächen eingeladen werden. Holtz betonte, dass es nicht ausreiche, in allen Ortswehren knapp 18 Aktive zu haben. „In den nächsten Jahren werden Kameraden verstärkt aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Das müssen wir berücksichtigen.“ Auch müssten vor allem Personen gefunden werden, die tagsüber verfügbar sind.

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Sozialdemokrat Rüdiger Wagner wollte wissen, welche Kosten die Einführung der Pflichtwehren verursacht. Amtswehrführer Kai-Wilhelm Garken führte aus, dass pro Neuling etwa 1600 Euro fällig würden. Dies sei jedoch unabhängig davon, ob jemand ehrenamtlich oder per Zwangsverpflichtung eintrete. Auch der gesetzlich vorgeschriebene Umbau der Gerätehäuser habe mit der Entwicklung nichts zu tun. Im Fokus steht derzeit das Gerätehaus in Groß Schlamin. Der Neubau soll drei Stellplätze bekommen.

Sporthalle in Merkendorf wird abgerissen

Ein weiteres Großprojekt der Gemeinde befindet sich in Merkendorf. Die dortige Mehrzweckhalle ist in weiten Teilen sanierungsbedürftig. Nun wurde entschieden, die Konstruktion abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Darüber hinaus sprachen sich die Gemeindevertreter dafür aus, nicht gegen den Tunnelbau im Rahmen der festen Beltquerung zu klagen und Bürgermeister Rainer Holtz forderte alle Bürger auf, zur Europawahl zu gehen und „nicht irgendwelchen rechten Populisten das Feld zu überlassen“.

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Sebastian Rosenkötter

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