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Heiligenhafen

Tatort-Kommissar Borowski ermittelt in Ostholstein

Christiane Paul und Axel Milberg drehen derzeit auf dem Heiligenhafener Graswarder.

Christiane Paul und Axel Milberg drehen derzeit auf dem Heiligenhafener Graswarder.

Heiligenhafen. Naturschutzgebiet, Heimat Tausender Vögel, reetgedeckte Prachthäuser und nun auch noch Schauplatz eines Verbrechens. Der Heiligenhafener Graswarder dient erneut als Filmkulisse. Ein Team der Nordfilm Kiel GmbH dreht dort einen NDR-„Tatort“. Die Besetzung ist prominent. Neben Axel Milberg mischt Christiane Paul mit. Nicht mehr dazu gehört Sibel Kekilli. Die Darstellerin von Sarah Brandt, Klaus Borowskis langjährige Assistentin, steigt nach sieben Jahren gemeinsamer Ermittlungsarbeit aus. Ihr Abgang wird am 21. Mai im Fernsehen zu sehen sein.

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„Wir haben verzweifelt nach einem Haus gesucht." Johannes Pollmann, Produzent

7 Tage dauern die Dreharbeiten in Ostholstein. Die Filmcrew ist neben dem Heiligenhafener Graswarder auch auf Fehmarn unterwegs. Im Fernsehen wird das Ganze jedoch erst 2018 zu sehen sein.

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Preisgekrönt

Christiane Paul übernimmt neben Axel Milberg eine Hauptrolle. Die 43-jährige Berlinerin gewann vergangenes Jahr den US-Filmpreis „Emmy“ für ihre Arbeit im ARD-Politthriller „Unterm Radar“.

Fernsehen, Zeitung, Fotografen – das Interesse an den Dreharbeiten in Ostholstein ist groß. Gestern Nachmittag posierten die beiden Hauptdarsteller bei schönstem Sonnenschein. Anschließend übernahm die Feuerwehr. Mit Hilfe künstlicher Dauer- Beregnung und einer Windmaschine sollte am frühen Abend ein Unwetter entstehen. Produzent Johannes Pollmann sagte den LN, dass die notwendige Dunkelheit bei der Nachbearbeitung im Studio künstlich erzeugt werde.

Der Titel des 31. Kieler Tatorts lautet „Borowski und das Land zwischen den Meeren“. Der Film spielt auf der nordfriesischen Insel Suunholt. „Das ist eine für den Film erfundene Insel“, erläutert Pollmann. Gedreht wird dagegen an realen Orten. Bevor die Crew nach Heiligenhafen kam, war sie schon auf Amrum und in Husum aktiv. Nordstrand und Pellworm sollen noch folgen. In Ostholstein gibt es zwei Drehorte: neben Heiligenhafen auch Fehmarn. „Wir haben in Petersdorf gedreht. Es ist dort nicht so aufgehübscht und das Kopfsteinpflaster ist toll“, sagt Johannes Pollmann.

In Heiligenhafen ist das Team vier Tage im Einsatz. Das blau-weiße Haus direkt am Strand ist die Kulisse für einen Mord. Dort wird ein Mann, der vor Jahren Schlüsselfigur in einem Korruptionsskandal der Kieler Baubehörde war, tot gefunden. Während der Ermittlungen trifft Kommissar Klaus Borowski auf Famke Oejen, gespielt von Christiane Paul. Die Geliebte des Toten bedrängt ihn, auf der Insel Suunholt nach dem Täter zu suchen. Die Schutzimpulse von Borowski sind aktiviert. Zudem kommt ihm die Ermittlung ganz recht, will er doch den Ärger um das Versetzungsgesuch seiner Kollegin Sarah Brandt hinter sich lassen.

Dass der Dreh zu einem nicht unwesentlichen Teil an der Ostsee stattfindet, ist für Produzent Pollmann kein Problem. Im Gegenteil, er ist froh, dass es hier Häuser gibt, die nicht hinter hohen Deichen stehen. „Wir haben verzweifelt nach einem Haus gesucht, von dem wir freie Sicht auf das Meer haben“, betont er, der das erste Mal auf dem Graswarder dreht. „Dieser Fleck Erde ist etwas ganz Besonderes.“ Vor allem beeindrucke ihn die enorme bauliche Veränderung der vergangenen Jahre. Doch davon wird in dem „Tatort“ wohl eher weniger zu sehen sein.

 Sebastian Rosenkötter

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