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Registrierungsaktion

Stammzellenspender für Nimi (4) dringend gesucht: Große DKMS-Aktion in Kisdorf

Die vierjährige Nimi aus Kisdorf hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist ihre einzige Überlebenschance.

Die vierjährige Nimi aus Kisdorf hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist ihre einzige Überlebenschance.

Kisdorf. Bislang blieb die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos. Hat vielleicht ein Segeberger oder eine Segebergerin passende Stammzellen, die Nimis Leben retten können? Denn so eine Spende braucht die vierjährige Kisdorferin dringend. Sie hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist ihre einzige Überlebenschance.

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Eigentlich ist Nimoe, die von allen Nimi genannt wird, ein ganz normales Kind. Sie geht in die Kita, malt, bastelt und singt gern. Ihre Mama beschreibt sie als kleine, verrückte Maus, „die die dreckigste Lache auf der Welt“ hat. Die Kisdorferin, die im Juli ihren fünften Geburtstag feiert, liebt Disneyfiguren und möchte, wenn all das überstanden ist, Ballerina werden. Doch bis dahin liegt noch ein weiter Weg vor ihr.

Kisdorf: Plötzlich kam der Krankenwagen

Nimi hatte im Frühjahr dieses Jahres viele Infektionen, wie viele andere Kitakinder auch. Aber dieses Mal ist etwas anders: Sie ist wie ausgewechselt, aggressiv und unzufrieden, müde und blass. Die Vierjährige hat ständig Fieber, einmal sogar 41 Grad. Ihre Wunden heilen nicht, Medikamente schlagen nicht an.

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Ein großes Blutbild wird im Krankenhaus erstellt – das Ergebnis ist besorgniserregend. Nimis Mama Sally erinnert sich: „Ich brachte meine Maus ins Bett, las ihr eine Geschichte vor und kuschelte mich an sie. Plötzlich, gegen 21 Uhr, sah ich einen Rettungswagen mit Blaulicht anrasen. Als das Licht bei uns im Hausflur anging, realisierte ich, dass es gleich bei uns klingeln würde.“

Von da an dann sei alles wie in einem Film verlaufen. Die Rettungskräfte berichteten vom Verdacht auf akute Leukämie. Nimi musste sofort ins Krankenhaus. Im Universitätsklinikum Eppendorf wurde der Verdacht noch am selben Abend zur gesicherten Diagnose. Kurz vor Mitternacht wurde auf der Onkologie-Station die erste Chemotherapie eingeleitet. „Heute weiß ich, dass wir keine Minute später hätten kommen dürfen“, berichtet ihre Mutter.

Isolation, Krankenhaus und Untersuchungen sind Nimis neuer Alltag. Nach sechs Wochen Klinikaufenthalt, Operationen und Therapien ist klar: allein schafft sie es nicht. Nimi kann den Blutkrebs nur mit einer Stammzellspende überleben.

26. Juni: Große Registrierungsaktion für Nimi

Inzwischen durfte die große Schwester eines kleinen Bruders das erste Mal wieder nach Hause. Doch hier wartet ein ganz neuer Alltag auf sie. Die Kisdorferin muss sich vor Infektionen schützen, darf keinen Besuch empfangen, muss viele Medikamente nehmen, mehrmals täglich Fieber messen und zur ambulanten Kontrolle – bis der nächste Chemoblock ansteht oder sie Fieber bekommt. Das Leben bei der Familie, ob gemeinsames Frühstück am Morgen, malen, basteln, singen – all das hat völlig neue Bedeutung.

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Die vierjährige Nimi aus Kisdorf hat Blutkrebs. Freunde organisieren eine große Registrierungsaktion.

Die vierjährige Nimi aus Kisdorf hat Blutkrebs. Freunde organisieren eine große Registrierungsaktion.

Nimi braucht jetzt einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen, der zu einer Stammzellspende bereit ist. Je mehr Personen sich also bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen, desto besser sind die Chancen. Freunde und Bekannte lassen die Familie nicht allein: Sie starten kurzerhand eine große Registrierungsaktion vor Ort. Unter dem Motto „Nimi will leben“ appellieren die Initiatoren an die Menschen in der Region, sich registrieren zu lassen.

Registrierung: Ein Abstrich mit Wattestäbchen im Mund

Die Aktion findet am Sonntag, 26. Juni, bei der Feuerwehr Kisdorf statt. Freiwillige können sich von 11 bis 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus, Achter de Höf 2, melden. Das gilt für gesunde Personen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren. Die DKMS registriert dort potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender.

Wolfgang Stolze, Bürgermeister in Kisdorf (l.), und Segebergs Landrat Jan Peter Schröder rufen zum Spenden auf.

Wolfgang Stolze, Bürgermeister in Kisdorf (l.), und Segebergs Landrat Jan Peter Schröder rufen zum Spenden auf.

So läuft die Registrierung ab: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird bei den Spenderinnen und Spendern ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit ihre Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Wer sich bereits in der Vergangenheit in der Datei registriert hat, muss nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen weltweit für Patienten zur Verfügung.

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Auch Geldspenden helfen Nimi

Geldspenden werden benötigt, weil der gemeinnützigen Gesellschaft DKMS allein für die Registrierung Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Das DKMS-Spendenkonto hat die IBAN: DE24 7004 0060 8987 0003 35; der Verwendungszweck lautet: NHU 001, Nimi.

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde 1991 in Deutschland gegründet, hat rund tausend Mitarbeitende. Das Ziel ist es, weltweit möglichst vielen Menschen eine zweite Lebenschance zu geben. Bis heute sind mehr als 11 Millionen Spender registriert. Mehr als 100 000 Mal konnten Stammzellspenden vermittelt werden. Damit ist die Organisation weltweit führend in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Stammzelltransplantaten.

„Die Registrierung ist einfach und tut nicht weh. Bitte traut euch“, lautet der Aufruf von Nimis Mama Sally. Und auch Segebergs Landrat Jan Peter Schröder sowie der Kisdorfer Bürgermeister Wolfgang Stolze appellieren an die Bevölkerung. „Die Werbung mit dem Slogan ,Stäbchen rein, Spender sein’ haben vermutlich viele schon einmal gehört. Tatsächlich ist es so einfach, wie es sich anhört“, schreiben sie einem offenen Brief. Sie bitten um rege Beteiligung am Sonntag, „um so vielleicht ein junges Leben zu retten“ und weisen darauf hin, dass es vor Ort auch ein Essen, Getränke sowie ein Programm geben wird. Kinderschminken, Button bemalen und Maltisch laden zum Verweilen ein. Die Eiskönigin Elsa, eine Disney-Figur, lässt sich von 11 bis 12.30 Uhr mit den Kindern fotografieren.

Von Irene Burow

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