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Leukämie

Die Hoffnung erfüllte sich nicht: Lennox ist tot

Das Schicksal von Lennox bewegte Viele. 692 Personen hatten an einer Typisierungsaktion für den 17-Jährigen teilgenommen.

Das Schicksal von Lennox bewegte Viele. 692 Personen hatten an einer Typisierungsaktion für den 17-Jährigen teilgenommen.

Schackendorf. Am 17. Juni waren die Hoffnungen groß, als sich 692 mögliche Stammzellenspender im Schackendorfer Sportlerheim in einer groß angelegten Typisierungsaktion bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registrieren ließen, um dem damals noch 16-jährigen Lennox zu helfen, wieder gesund zu werden. Nur fünf Tage später feierte er seinen 17. Geburtstag. Es war sein letzter: Am vergangenen Donnerstag, 11. Oktober, ist Lennox gestorben.

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Dabei sah es anfangs gut aus für den jungen Mann, der an seinem Geburtstag in der Uniklinik Kiel die Nachricht erhielt, dass ein passender Spender für ihn gefunden worden sei. „Der Spender ist Lennox’ genetischer Zwilling. Zehn von zehn Merkmalen stimmen überein. Besser geht es gar nicht“, hatte seine Mutter Sontka Friedrichsen-Staeding damals den Lübecker Nachrichten mitgeteilt. Es folgte eine Zeit voller Hoffnung und negativer Begleiterscheinungen, die eine weitere Chemotherapie mit sich brachte, mit der Lennox im Mildred-Scheel-Haus auf die bevorstehende Stammzellenübertragung vorbereitet wurde.

Auch diese hatte Lennox gut überstanden. Er konnte die Klinik verlassen und durfte zurück nach Schackendorf. „Die ersten Wochen sind auch gut verlaufen. Vor zwei Wochen aber hat er eine Virusinfektion bekommen und musste wieder ins Krankenhaus. Dort aber konnte man ihm leider nicht mehr helfen“, teilte Lennox’ Stiefvater Stefan Staeding auf Nachfrage der LN mit.

Der Schmerz ist tief, dennoch ist die Familie all jenen dankbar, die sie und vor allem Lennox unterstützt haben. Stefan Staeding: „Wir sind sicher, dass die Registrierungsaktion nicht umsonst gewesen ist. Es gibt andere an Krebs erkrankte Menschen, denen geholfen werden kann. Wir sind sehr dankbar für den großen Einsatz der Ärzte, Schwestern und Pfleger in der Uniklinik Kiel. Am Ende haben sie dort alles für Lennox getan, medizinisch, aber auch menschlich. Wir werden wohl akzeptieren müssen, dass die Krankheit einfach zu schwer war, um sie zu heilen.“

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Petra Dreu

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