Negernbötel

Ein Bürgermeister wie eine Eiche

Negernbötel. Es war am Donnerstag ein rührender Abschied vom langgedienten Bürgermeister, der insgesamt 32 Jahre in der Kommunalpolitik gewirkt hat. „Die Lebensqualität in den beiden Dörfern ist durch deine Leistung spürbar gesteigert worden“, betonte sein Amtsnachfolger Marco Timme. Bei Amtsantritt von Beuk habe es noch nicht einmal für alle Haushalte einen Anschluss an die Abwasserentsorgung gegeben.

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Er hat durchgehalten wie eine Eiche: Ein überragendes Geschenk mit Symbolkraft für den ausgeschiedenen Bürgermeister Dieter Beuk.

Er hat durchgehalten wie eine Eiche: Ein überragendes Geschenk mit Symbolkraft für den ausgeschiedenen Bürgermeister Dieter Beuk.

Auch habe es dann bald sauberes Trinkwasser aus Wahlstedt gegeben.

Bei Beuk denkt man sofort an den Spruch: „In der Ruhe liegt die Kraft“. Beharrlich habe er seine Konzepte entwickelt, diese dann durchgesetzt, urteilt Timme. Auch Lutz Hammerich – über viele Jahre häufiger politischer Gegenspieler Beuks von Seiten der SPD – betonte, dass die vielen Debatten doch immer zu etwas Gutem geführt hätten. „Wir haben es uns nicht immer leicht gemacht, sind aber immer zu einem guten Ergebnis gekommen“, kamen beide zum gleichen Schluss.

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Die Gemeinde Negernbötel mit ihren 1000 Einwohnern hat in der „Ära Beuk“ ein schönes Gemeindezentrum bekommen namens „Hambötler Huus“ – mit Feuerwehr, Sportverein, Kindergarten, hob der frischgewählte Marco Timme hervor. Er ist übrigens erst der sechste Bürgermeister der Nachkriegszeit. Die Gemeinde stehe finanziell gut da, habe sogar noch eine gut gefüllte Rücklage in der Gemeindekasse, betonte Timme.

Beuk war nicht nur Bürgermeister, er war als Schiedsmann unterwegs, meldete sich auch kritisch zu Wort – zuletzt beim Wege-Zweckverband, als es dort drunter und drüber ging. Trotz gesundheitlicher Probleme habe er weiterhin seinen Dienst geleistet. „Ohne meine Stellvertreter, die Gemeindevertretung und die gut funktionierende Kommunale Wählergemeinschaft wäre das nicht möglich gewesen“, betonte Dieter Beuk in seiner Dankesrede. Und dann wurde die Beuk’sche Eiche-Skulptur enthüllt. Es wurde gefräst, gehobelt und geschliffen – aber der Stamm ist noch ganz. Wie Dieter Beuk selbst halt.

„Das ist ja toll, das ist ja klasse!“, sagte Beuk, der sonst nicht zu großen emotionalen Ausbrüchen neigt. Der Name „Beuk“ komme aus dem Holländischen und heiße Buche, erklärte der Beschenkte. Aber eine Eiche sei ja nun doch noch etwas stabiler.

Nicht nur der langjährige Bürgermeister, auch Doris Trautmann und Manfred Clausen wurden nach vielen Jahren in der Gemeindevertretung als Ausschussvorsitzende und Weggefährten Beuks von ihm selbst geehrt. Doris Trautmann – „sie ist unsere Dorfmutter“ – wurde auch noch dafür belobigt, weil sie jahrelang in der Kita und dem Gemeindezentrum für Sauberkeit gesorgt hatte, in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis. Sie habe immer sehr viel mehr getan, als von ihr verlangt worden sei, nie habe es Klagen gegeben, betonte Beuk, der sich jetzt selbst mit seiner Ehefrau darauf freut, viele Busreisen zu unternehmen.

Es ist in der Kommunalpolitik ein Neuanfang. Arno Berger und Ulrike Hill sind die Stellvertreter von Marco Timme. Zu Ausschussvorsitzende im Planungs- und Maßnahmenausschuss wurden Arno Berger und Thomas Hundertmark gewählt.

Von Wolfgang Glombik

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