Hilfe im Advent

„Ein Teil mehr im Korb“: Aktion der Segeberger Tafel bringt kiloweise Lebensmittel

Die Kundin Cornelia Rueß hat die letzten Schokolollis im Regal ergattert, dazu Nudeln, Mehl und Kaffee eingekauft – um alles zu spenden. Sehr zur Freude von Tafelhelferin Monika Neumann und ihrem ehrenamtlichen Kollegen Niels Schröder.

Die Kundin Cornelia Rueß hat die letzten Schokolollis im Regal ergattert, dazu Nudeln, Mehl und Kaffee eingekauft – um alles zu spenden. Sehr zur Freude von Tafelhelferin Monika Neumann und ihrem ehrenamtlichen Kollegen Niels Schröder.

Bad Segeberg/Wahlstedt. Es ist eine gewichtige Großspende, die am vergangenen Wochenende für die Segeberger Tafel zusammengekommen ist. Würde jede Supermarktbesucherin nur ein Teil mehr in den eigenen Einkaufswagen legen und diesen am Ende der Hilfsorganisation Segeberger Tafel spenden – Was käme da für ein großer Berg an Mitgefühl und natürlich an Lebensmitteln zusammen? Mancher Kunde spendete ein Teil, andere sogar noch sehr viel mehr: Diese Rechnung ist auch in diesem Jahr bei der Aktion der Segeberger Tafel "Ein Teil mehr im Korb" aufgegangen. Nach zwei Jahren Corona-Pause war die Aktion in diesem Jahr neu aufgelegt worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Wir hatten vorher keine Vorstellung, wie es wohl werden wird. Doch die Resonanz war mega gut. Die Spendenbereitschaft war da, die Leute sind stehen geblieben und haben sich informiert“, sagt die Tafelvorsitzende Kirsten Tödt. Und die Segeberger zeigten Herz und haben reichlich gespendet. Insgesamt sind in zwei Stunden 110 Kisten zusammengekommen. „Zehn Kisten pro Supermarkt, das ist schon richtig viel“, bilanziert die Tafelvorsitzende. „Die Leute haben gut was herausgenommen aus ihren Körben. Es hat sich wirklich gelohnt.“ Die zum Schuss befüllten Kisten haben etwa die Größe von Bananenkartons und lassen sich gut transportieren. Wenn zwei Kisten davon in einen Einkaufswagen passen, dann sind das am Ende rund 55 Einkaufskörbe voll mit gespendeten Lebensmitteln – Vielleicht ein Einkauf für 55 Familien also.

Niels Schröder von der Tafelzweigstelle Wahlstedt wirbt vor Edeka für die Aktion „Ein Teil mehr im Korb“.

Niels Schröder von der Tafelzweigstelle Wahlstedt wirbt vor Edeka für die Aktion „Ein Teil mehr im Korb“.

Rund 55 Einkaufskörbe voll kamen zusammen

Einige Kunden kamen gezielt während der Aktion in die Märkte. Doch obwohl es „Ein Teil mehr im Korb“ in Segeberg bereits seit 2007 gibt, hörten genug zum ersten Mal davon. Sie ließen sich spontan überzeugen, Dank auffälliger Beschilderung und herzlicher Einladung der Ehrenamtlichen. Tafelhelferin Rike Lübbe hat in Wahlstedt eine Kiste nach der anderen voll gepackt. Mehr als zehn sind es dort nach nur zwei Stunden geworden. „Die Leute machen sich richtig Gedanken, was gebraucht wird. Und sie kaufen nicht wie geplant am Freitag, sondern erst am Sonnabend ein, weil sie von der Aktion gehört haben“, berichtet sie. Ein Mann sei gar vorbeigekommen, nur um eine ganze Kiste mit frischen Äpfeln zu bringen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Hilfe im Advent“: Hier können Sie spenden

Gemeinsam mit der Freiwilligenagentur ePunkt und in Kooperation mit der Sparkasse Südholstein möchten wir zeigen, wie diese Menschen in unserer Region Solidarität erfahren und aufgefangen werden:

Liebe LN-Leserinnen und Leser, helfen Sie uns mit Ihrer Spende, dass diese Menschen gut durch die kalte Jahreszeit kommen und danach wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Vielen Dank!

Das Spendenkonto:

Empfänger: ePunkt e.V. Segeberg;Konto: DE60 2305 1030 0511 4738 03Sparkasse SüdholsteinVerwendungszweck: Spende Hilfe im Advent

Der aktuelle Spendenstand beträgt 765 Euro.

Die Kundin Cornelia Rueß war nur eine von vielen Spendenwilligen: Sie hat in Wahlstedt die letzten Schoko-Lollis im Regal ergattert, außerdem Nudeln, Mehl und Kaffee eingekauft – um anschließend alles zu spenden. „Ich finde es ist Luxus, dass ich kaufen kann, was ich will. Wenn ich dann die lange Schlange an der Tafel sehe, das ist erschreckend. Den Menschen will ich helfen“, sagt sie. Sehr zur Freude der ehrenamtlichen Tafelhelfer Monika Neumann und Niels Schröder, die die Lebensmittel entgegengenommen haben. Die Gaben waren unterschiedlich groß. Doch einen Unterschied in der Spendenbereitschaft möchte Tafel-Chefin Kirsten Tödt gar nicht machen. „Jedes Teil ist wichtig. Jede Packung Mehl zählt für uns“, sagt sie.

Tafelhelferin Rike Lübbe packt in Wahlstedt eine Kiste nach der anderen. Mehr als zehn sind nach nur zwei Stunden gefüllt.

Tafelhelferin Rike Lübbe packt in Wahlstedt eine Kiste nach der anderen. Mehr als zehn sind nach nur zwei Stunden gefüllt.

Tafel Segeberg: „Jede Packung Mehl zählt“

Elf Supermärkte in Bad Segeberg, Wahlstedt, Nahe, Trappenkamp und Stuvenborn hatten sich in diesem Jahr an der vorweihnachtlichen Sammelaktion beteiligt. 24 helfende Tafelhände waren vor Ort ehrenamtlich im Einsatz. Gesammelt, informiert und geklönt wurde mit den Kunden für zwei Stunden. Zudem waren zwei Fahrer auf den Beinen, um die Waren abzutransportieren. Dabei handelte es sich vor allem um Zucker, Öl, Kaffee, Süßigkeiten, Kekse und Adventskalender, Tee, Nutella oder Weihnachtsmänner. Ursprünglich wollten die Ehrenamtlichen zeitgleich auf dem Wochenmarkt in Bad Segeberg präsent sein, doch der Regen hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Idee soll im kommenden Jahr umgesetzt werden, vor allem, um auf die Sammelaktion aufmerksam zu machen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch

Aber auch Geld wurde gespendet. Die Kunden überließen es dann den Tafelmitarbeitern, einzukaufen, was gerade gebraucht wird. Mehrere hundert Euro wurden so direkt in Lebensmittel wie Mehl und Zucker getauscht. Und noch während Kirsten Tödt für „Ein Teil mehr im Korb“ Bilanz zieht, nimmt sie eine weitere Spende entgegen: Die Mitarbeiter des Jugendzeltplatzes Wittenborn haben ihr Trinkgeld gespendet. Die 180 Euro sollen Bedürftigen zugute kommen. Auch das gehört dazu: „Daran kann man sehen, was für liebe Menschen es hier überall gibt“, sagt Tödt.

Von Irene Burow und Heike Hiltrop

Mehr aus Segeberg

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen