Bad Segeberg

Kreis warnt vor illegalen Händlern von Elektroschrott

Bad Segeberg. Aus diesem Anlass warnt die Bau- und Umweltverwaltung des Kreises davor, Kühlgeräte, E-Herde, Kompressoren, Heizkörper, Waschmaschinen und andere elektronische Geräte vor die Haustür zu stellen. Der Verwaltung sei jetzt bekannt geworden, dass ein illegaler Schrotthändler auf Facebook für Sammlungen im Kreis Segeberg sowie in Neumünster, Rendsburg, Preetz und Kiel werbe. Wer auf Aufrufe wie diesen reagiere und seine Geräte auf diesem Weg entsorge, begehe eine Ordnungswidrigkeit, die eine Geldstrafe nach sich ziehen könne.

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„Im Regelfall erfolgt durch die Sammler ein nicht sachkundiger Umgang mit den Geräten. Sie werden ausgeschlachtet, Betriebsflüssigkeiten können austreten und so zum Teil nicht unerhebliche Schäden verursachen“, sagt Svenja Jürgens vom Fachdienst Wasser, Boden, Abfall des Kreises. Ebenso enthielten Elektrogeräte schadstoffbelastete Bauteile, die bei illegalen Sammlern in großer Menge durch das unsachgemäße Auseinandernehmen anfielen. Das könnten zum Beispiel PCB-haltige Kondensatoren, Flammschutzmittel in Isolierungen oder auch bleihaltige Lötverbindungen sein.

Einige Sammler würden die Geräte ins Ausland verschiffen, wo sie ebenfalls von üblicherweise nicht kundigen Personen – oft auch Kindern – weiterbehandelt würden. „Hintergrund ist immer die Gewinnerzielung auf billigste Art und Weise“, sagt Svenja Jürgens. Sie weist darauf hin, dass Altgeräte aus privaten Haushalten nur vom öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, in dem Fall also dem Wege-Zweckverband (WZV), sowie von Vertreibern und Herstellern oder von einem Bevollmächtigen des Herstellers entgegengenommen werden dürfen. Das sei bei der angekündigten Sammlung nicht der Fall.

„Insofern liegt hier mindestens ein Verstoß gegen das Elektrogesetz vor, gegebenenfalls auch eine Straftat, da es sich bei einer Vielzahl der benannten Geräte um gefährliche Abfälle handelt.“ Nur mit Hilfe der Öffentlichkeit bestehe die Möglichkeit, den illegalen Sammlungen entgegenzusteuern. Die Kreisbehörde sei daher immer auf Hinweise der Einwohner angewiesen. Hilfreich seien etwa Kennzeichen, Fotos von sammelnden Personen und Sammelfahrzeugen sowie Informationen an die örtliche Polizei.

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Hinweise nimmt Svenja Jürgens unter Telefon 04551/95 17 30 entgegen.

LN

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