Hilfe im Advent

Photovoltaik: Tafel Bad Segeberg erzeugt bald eigenen Strom

Die Segeberger Tafel bekommt Photovoltaik aufs Dach. Damit erzeugt sie in Kürze einen Großteil der eigenen Energie. Luca Rosenkranz (l.) und Frieder Gärtner montieren die Sonnenkollektoren.

Die Segeberger Tafel bekommt Photovoltaik aufs Dach. Damit erzeugt sie in Kürze einen Großteil der eigenen Energie. Luca Rosenkranz (l.) und Frieder Gärtner montieren die Sonnenkollektoren.

Bad Segeberg. Die Segeberger Tafel übernimmt weitere ökologische Verantwortung. Sie baut eine große Photovoltaikanlage aufs Dach in der Efeustraße in Bad Segeberg. Jüngst war Baustart. 26 Module sind auf einem Flachdach angebracht worden. Mehrere Handwerker haben dafür gesorgt, dass die Kollektoren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an nur einem Tag befestigt wurden. Ein frostiges Unterfangen. Was für die Mitarbeiter des Firma Solarteam Energiesysteme aus Lentföhrden tägliche Routine ist, ist für den Tafelverein in Bad Segeberg ein großer Gewinn.

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„Wir sind für die Photovoltaikanlage schon länger im Gespräch mit der Tafel“, sagt Winfried Köhler, Geschäftsführer des Segeberger Energieversorgers EWS. „Nun ist Baustart. Wir errichten eine Anlage mit zehn Kilowatt-Peak Leistung.“ Sie schafft 8000 Kilowattstunden pro Jahr. Damit kann sie einen großen Anteil an Energie übernehmen, die der Verein im Jahr verbraucht. „Das entspricht rund 40 Prozent des Gesamtverbrauchs“, sagt Köhler. „Das ist ein guter und richtiger Schritt.“

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Tafel Segeberg: Stromverbrauch erheblich gestiegen

Denn der Stromverbrauch ist für den Betrieb, der Bedürftige regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt, gestiegen. Mehr Arbeit bedeutet mehr Lagerkapazitäten, mehr Fahrten, von allem ein bisschen mehr. Betroffen sind zum Beispiel die Kühl- und Gefriermöglichkeiten vor Ort und in den Fahrzeugen, der E-Transporter oder auch ein Heizstrahler vor der Tür. Er wird genutzt, wenn die vielen Menschen Schlange stehen, um sich im Eingangsbereich mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Aber auch die Mitarbeitenden wärmt er, wenn sie selbst im Winter Tag für Tag Beutel, Tüten und Trollis für Familien befüllen.

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Photovoltaik-Firmenchef Dirk Niemann, Winfried Köhler von der EWS und Tafel-Chefin Kirsten Tödt (v.l.).

Photovoltaik-Firmenchef Dirk Niemann, Winfried Köhler von der EWS und Tafel-Chefin Kirsten Tödt (v.l.).

„Die Energiekosten steigen im Allgemeinen deutlich an, und es ist abzusehen, dass es so weiter geht. Es ist mindestens mit gleichbleibenden Preisen zu rechnen“, sagt Winfried Köhler. Die einzige sinnvolle Alternative neben Wasserstoff sei die Sonnenenergie. „Die Photovoltaikanlage wird eine große Unterstützung für die Tafel sein. Die Kosten werden sich schon bald signifikant verbessern.“ Die Module sind auf einem Dach mit zehn Grad Neigung angebracht und werden mit Gehwegplatten beschwert. Es wird davon ausgegangen, dass sie eine Lebensdauer von rund 20 Jahren haben.

Hilfe im Advent: Hier können Sie spenden

Liebe Leserinnen und Leser, gerade in diesem Jahr machen sich viele Menschen Sorgen um ihre Zukunft. Vielen fehlt es schon jetzt an den grundlegendsten Dingen. Die Spendenaktion der LN-Leser „Hilfe im Advent“ 2022 setzt sich daher für Menschen ein, die es in diesem Winter besonders schwer haben. Unter dem Motto „Essen, Wärme, Licht – LN-Leser sammeln für die Tafeln“ rücken die LN in der Adventszeit die Segeberger Tafel in den Blickpunkt, die dabei hilft, die Not bedürftiger Menschen so gut wie möglich zu lindern. Die Tafel hat Ausgabestellen in Bad Segeberg und Wahlstedt.

Mit der Freiwilligenagentur ePunkt und in Kooperation mit der Sparkasse Südholstein möchten wir zeigen, wie diese Menschen in unserer Region Solidarität erfahren und aufgefangen werden: mit allem, was man für gesunde Mahlzeiten braucht und auch mit einer großen Portion Herzensgüte.

Bitte, liebe LN-Leserinnen und Leser, helfen Sie uns mit Ihrer Spende, dass diese Menschen gut durch die kalte Jahreszeit kommen und danach wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Vielen Dank!

Das Spendenkonto:

Empfänger: ePunkt e.V. Segeberg; Konto: DE 6023 0510 3005 1147 3803 Sparkasse Südholstein Verwendungszweck: Spende Hilfe im Advent

Der aktuelle Spendenstand:

4755 Euro

Photovoltaik: Tafel profitiert von Energiegesetzen

Zum Projekt gehört auch ein Speicher von acht Kilowattstunden. Im Zuge des Einbaus ist zudem die Elektroanlage ertüchtigt worden. Einzig der Zählerschrank fehlt noch. Er wurde im März bestellt und noch ist kein Liefertermin absehbar. Es gebe lange Lieferfristen selbst für einfachste Bauteile, sagt Köhler. Die Tafel hofft jedoch, die Anlage im Frühjahr anschließen zu können. 94 Prozent des Stroms werden dann vor Ort verbleiben, der Rest ins öffentliche Netz eingespeist. „Ein hoher Wert“, sagt der EWS-Geschäftsführer. „Motivation soll es immer sein, den Strom direkt zu nutzen.“

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43 000 Euro kostet die Anlage. Die Hälfte wird durch die Bingo-Umweltlotterie finanziert, ein Drittel muss der Verein selbst aufbringen. Das sind 15 000 Euro, bezahlt von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Seit rund zwei Jahren wurde darauf hingespart. Die Segeberger Tafel profitiert zudem von den neuen Energiegesetzen der Bundesregierung. „Das muss man wirklich loben. Es gab noch nie so viele neue Gesetze im Bereich der Energiewirtschaft, zudem so viele gute“, meint Köhler. Jeder, der im Jahr 2023 eine PV-Anlage in Betrieb nehme, könne von Netto-Preis ausgehen. In diesem Fall werden rund 8000 Euro eingespart. Die Energie und Wasser Wahlstedt/Bad Segeberg GmbH fördert die Tafel bereits seit vielen Jahren.

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Von Irene Burow

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