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Erlebniswald Trappenkamp

Wenn die Huskys durch den Wald hetzen . . .

Annett Lorenz-Bessel mit ihren vier Siberian Huskys beim Start des 20. Internationalen Zughunderennens im Erlebniswald Trappenkamp.

Annett Lorenz-Bessel mit ihren vier Siberian Huskys beim Start des 20. Internationalen Zughunderennens im Erlebniswald Trappenkamp.

Daldorf. Zum Auftakt der Schlittenhunde-Rennsaison treffen sich die Aktiven dieser nordischen Sportart wieder im Erlebniswald Trappenkamp. Und diesmal tun sie das mit einem Jubiläum, denn bereits zum 20. Male treten die mehr als 100 Starter mit über 200 Hunden in Daldorf an.

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Und weil die Hunde wegen des akuten Schneemangels keine Schlitten ziehen, heißt die Veranstaltung auch korrekterweise „Zughunderennen“. Neben den nordischen Rassen wie Siberian Husky, Alaskan Malamut, Samojede und Grönländer sind allerdings auch Hunde ohne Zuchtpapiere zugelassen.

Laufend oder als Gespann

Die Wettbewerbe sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt. So ziehen die (Einzel-)Hunde ihre Herrchen oder Frauchen laufenderweise, auf dem Fahrrad oder auf Tretrollern, sogenannten Scootern. Sind es zwei oder mehr Hunde, spricht man von Gespannen. Im Erlebniswald gehen an diesem Wochenende Zweier-, Dreier-, Vierer- und Fünfer-Gespanne an den Start.

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So geht’s weiter

Der zweite Tag des Zughunderennens beginnt heute um 10 Uhr. Die zweiten Läufe der Rennen sind gegen 15 Uhr beendet, danach erfolgt die Siegerehrung.

Besucher des Erlebniswaldes zahlen nur den regulären Eintritt ohne Aufpreis: Erwachsene 5, Kinder 4 und Familien 18 Euro.

Hundebesitzer dürfen ihre Tiere nur mit Impfausweis mitbringen.

Mit vier Siberian Huskys im Gespann tritt Annett Lorenz-Bessel an. Die 50-Jährige aus Middelburg bei Eutin kam 2002 zu dem Sport, trat vor 15 Jahren dem Schlittenhunde-Sportverein Nord (SSVN) bei, der diese Veranstaltung auch organisiert.

In Kanada „infiziert“

Wie kommt man zu so einem „exotischen“ Sport? „Ich habe mal vier Jahre in Kanada gelebt, da bin ich mit diesen tollen Hunden in Kontakt gekommen und habe Feuer gefangen“, erzählt die drahtige Frau, die ordentlich Kraft aufwenden muss, um ihre „Jungs“ ins Zuggeschirr zu zwängen. Denn diese spüren, dass es gleich losgehen soll, und strotzen vor Energie.

Mit zwei Helfern gelingt es Lorenz-Bessel, ihre vier Hundestärken im Zaum zu halten, bis es dann endlich losgeht mit einem explosiven Start. In dieser rasanten Phase kommt das Gespann auf beachtliche 40 Stundenkilometer. Und das, obwohl die Führerin, auch Musher genannt, auf einem 70 Kilo schweren Metallwagen steht.

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Sie hören aufs Wort

Apropos im Zaum halten: „Die Hunde werden nicht wie Pferde an Zaum und Zügel geführt, sondern reagieren ausschließlich auf Wortkommandos“, erklärt Levke Erichsen, Sportwartin des SSVN und Koordinatorin des 4,5 Kilometer langen Trails.

Viele geben ihren Tieren kurze, knappe Wortkommandos, Annett Lorenz-Bessel dagegen „redet immer in ganzen Sätzen mit meinen ,Jungs’“. Darauf seien sie getrimmt, das klappe auch „zu 98 Prozent“. Und wenn nicht, etwa wenn der Musher in einer zu schnell genommenen Kurve unfreiwillig absteigen muss? „Dann kann man nur hoffen, dass der Wagen umkippt und an irgendeinem Busch oder Baum hängen bleibt.“ Und wenn nicht? „Dann sind sie weg!“

Joachim Strunk

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