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A1: Teststrecke eHighway

Bauarbeiten für eHighway starten

Christian Rick von der Firma Falko Steinberg montiert Tempo 80 Schilder für die E-Trasse für Lkw auf der A 1

Christian Rick von der Firma Falko Steinberg montiert Tempo 80 Schilder für die E-Trasse für Lkw auf der A 1

Lübeck/Reinfeld. Pendler, die auf der A 1 zwischen Lübeck und Hamburg unterwegs sind, brauchen im nächsten halben Jahr besonders starke Nerven. Ab heute wird die Teststrecke für den eHighway eingerichtet. Der Verkehr zwischen dem Autobahnkreuz Lübeck und der Anschlussstelle Reinfeld in Fahrtrichtung Hamburg wird zunächst auf eine, dann auf zwei Spuren verengt. Drei Wochen später beginnen die Bauarbeiten an der Richtungsfahrbahn Lübeck. Staus sind somit vorprogrammiert.

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Heute Nacht nur eine Fahrspur

Die ersten Markierungsarbeiten sollen nach Auskunft der Straßenmeisterei heute im Laufe des Tages starten. Ab 19 Uhr werden zwei von drei Fahrspuren voll gesperrt, um die Baustelle einzurichten, Betonabgrenzungen aufzustellen und Schutzplanken zu demontieren. Ab Dienstag soll der Verkehr dann auf zwei Spuren fließen. „Ab 1. November beginnen die Tiefbauarbeiten für Kabelwege und Mastfundamente. Die jeweiligen Arbeiten an der Richtungsfahrbahn Lübeck erfolgen drei Wochen zeitversetzt“, teilt Jan Bachmann, Projektleiter eHighway des Forschungs- und Entwicklungszentrums der Fachhochschule Kiel, mit.

Ab 19. November werden Strommasten aufgestellt

Das Aufstellen der Strommasten sei ab 19. November vorgesehen und soll einschließlich der Auslegermontagen bis Jahreswechsel abgeschlossen sein. „Ab Januar werden die Oberleitungen gezogen und anschließend ausgerichtet. Dies wird einige Wochen in Anspruch nehmen“, so Bachmann. Die Unterwerke würden für Mitte Januar erwartet. „Mit der Einrichtung der Schutzplanken im März und April werden die wesentlichen Bauarbeiten dann abgeschlossen sein“, sagt der Projektleiter.

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Feldversuch mit fünf Trucks

Fünf Kilometer lang ist die Teststrecke, an der ein Oberleitungssystem gebaut wird, das Lkw mit Strom versorgen soll. Ab Mai beginnt dann der Feldversuch, bei dem Wissenschaftler der Fachhochschule Kiel klären wollen, wie elektrifizierter Straßengüterverkehr im Realversuch funktioniert. Fünf Hybrid-Lkw der Reinfelder Spedition Bode pendeln dann strombetrieben zwischen Reinfeld und dem Lübecker Hafen. Danach schaltet sich der normale Diesel wieder ein.

Das Projekt kostet 19 Millionen Euro

Der technische und finanzielle Aufwand für die Teststrecke und fünf Trucks ist enorm. Die Laster brauchen Stromabnehmer, Elektromotoren, Batterien und Steuergeräte, damit Diesel und E-Antrieb zusammenarbeiten. Das Projekt, das komplett vom Bund bezahlt wird, war zunächst mit 14 Millionen Euro veranschlagt, inzwischen sind die Kosten auf 19,1 Millionen Euro gestiegen. Aber wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Britta Matzen

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