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Bad Oldesloe

Hier entsteht das erste Haus am Claudiussee

Das neue Wohngebiet Claudiussee in Bad Oldesloe ist ab Januar quasi bebaubar. Verkauft sind fast alle Grundstücke für Eigenheime.

Das neue Wohngebiet Claudiussee in Bad Oldesloe ist ab Januar quasi bebaubar. Verkauft sind fast alle Grundstücke für Eigenheime.

Bad Oldesloe. Etliche Neubürger wird die Stadt Bad Oldesloe in absehbarer Zeit begrüßen dürfen. Denn das Wohngebiet Claudiussee ist bereits zu 80 Prozent erschlossen. Die meisten Grundstücke für Einfamilienhäuser sind veräußert worden. Einer der Käufer hat bereits die Bodenplatte für sein Domizil gegossen.

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„Ja, wir sind letztlich doch gut vorangekommen“, sagt Axel Schulz, Geschäftsführer der Schulz & Partner Immobilien GmbH, die das Quartier südlich der Bahnlinie Hamburg–Lübeck vermarktet. Bereits 2016 hatte er damit begonnen, so dass im darauf folgenden Januar schon 50 Prozent der Flächen für Ein- und Zweifamilienhäuser reserviert waren. Dass noch einige Zeit ins Land gehen würde, bevor dort tatsächlich Bautrupps anrücken könnten, war von Beginn an klar. Denn am Standort der einstigen Farbenfabrik schlummerten noch Schadstoffe im Boden. Statt diese Altlast der Nachwelt zu hinterlassen, wollten die Erben das Gelände sanieren und so Platz für ein neues Wohngebiet schaffen. Doch bevor mit diesem aufwendigen Projekt begonnen werden konnte, stellten sich die Landesbehörden quer. Sie hatten einen Konflikt zu einer angrenzenden Gewerbefläche ausgemacht, die schon lange brach liegt.

Rodungsverbot verhindert schnelle Sanierung

Um die Bedenken auszuräumen, musste der Flächennutzungsplan geändert werden. Nachdem dieses Hindernis ausgeräumt war, verzögerte das Rodungsverbot im Frühjahr den unverzüglichen Start der Sanierung. „Aber jetzt ist alles geschafft. Ein komplett kontaminationsfreies schönes Wohngebiet am See ist entstanden“, sagt Schulz erleichtert. Es sei sogar an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Die ersten Privathäuser könnten schon im neuen Jahr errichtet werden.

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Als sehr schwierig erweist sich Schulz zufolge hingegen der Verkauf von acht Flächen, die für den Geschossbau vorgesehen sind. In diesen Häusern sollen Sozialwohnungen entstehen, da die Mietpreise in Bad Oldesloe auf dem freien Markt sehr hoch liegen. „Der Druck ist wohl enorm. Aber es findet sich kein Investor, der unter den gegenwärtigen Förderkonditionen bauen will“, sagt Schulz. Schleswig-Holstein gewähre einen Zuschuss pro Quadratmeter für neue Vorhaben des sozialen Wohnungsbaus. Der Bund jedoch sei noch nicht soweit, Anreize zu schaffen. „Auch die öffentlichen Wohnungsgesellschaften halten sich deshalb noch zurück. Alle warten auf bessere Konditionen. Das ist wie an der Tankstelle. Auch da schauen alle auf die Preisentwicklung“, sagt Schulz.

Dorothea von Dahlen

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