Hilfe im Advent

Ehrenamt bei der Tafel in Reinfeld: „Es liegt mir am Herzen, dass jeder etwas zu essen hat“

Meike Führing hat sich spontan dazu entschlossen, bei der Reinfelder Tafel mitzuhelfen.

Meike Führing hat sich spontan dazu entschlossen, bei der Reinfelder Tafel mitzuhelfen.

Reinfeld. Meike Führing hat beruflich mit viel Geld zu tun, ehrenamtlich erlebt die Mitarbeiterin der Sparkasse Holstein mit, wie es Menschen geht, die wenig Geld haben: Seit September arbeitet sie beim Sortieren der Waren bei der Reinfelder Tafel mit. Motiviert hat sie der Wunsch, etwas gegen den Hunger zu tun.

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„Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass die Tafeln wegen des großen Andrangs kaum noch Lebensmittel haben“, erklärt sie. Daraufhin habe sie im Sommer einmal gezielt Ware für die Reinfelder Tafel gekauft und sie dort abgegeben. „Als ich Kind war, war immer für alles gesorgt, auch wenn ich später gehört habe, dass meine Eltern auch manchmal zu kämpfen hatten“, erzählt sie. Auch sie selber müsse beim Einkaufen nicht immer auf den Preis gucken. „Der Gedanke, dass andere Hunger haben, hat mich dazu bewogen, mich für die Arbeit bei der Reinfelder Tafel zu interessieren.“ Nach dem Schnuppertag stand die Entscheidung fest: Seit September arbeitet Meike Führing regelmäßig in der Warensortierung.

600 Menschen werden versorgt

Rund 600 Menschen aus dem gesamten Amtsbereich werden hier von 80 Helfern mit Grundnahrungsmitteln versorgt. „Seit die Flüchtlinge aus der Ukraine dazu gekommen sind, reichen die Lebensmittel kaum noch“, ergänzt Tafel-Leiterin Hannelore Meyer, „aber wir wollen keinen Aufnahmestopp verhängen.“ Stattdessen werden Geldspenden genutzt, um damit Lebensmittel dazu zu kaufen. „Eigentlich steht hinter der Tafel der Gedanke, Lebensmittel zu retten“, sagt Hannelore Meyer, „aber momentan ist es wichtiger, den Menschen Essen zu geben.“ Wenn es nur um das Verteilen der Reste ginge, könnten sie die Nachfrage nicht stillen.

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Meike Führing (l.) und Hannelore Meyer wollen etwas gegen den Hunger tun.

Meike Führing (l.) und Hannelore Meyer wollen etwas gegen den Hunger tun.

Meike Führing bekommt durch die Arbeit viel zurück. „Ich arbeite derzeit nur in Teilzeit, da habe ich Zeit. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man etwas unterstützt, das sinnvoll ist. Es liegt mir am Herzen, dass jeder etwas zu essen hat.“ Auch Hannelore Meyer hielt es nicht zu Hause. „Ich war zwei Monate lang im Ruhestand, da habe ich hier angefangen.“ Beide loben das nette Team, das das Arbeiten angenehm mache. „Ein Ehepaar ist schon seit der Gründung vor 25 Jahren dabei, weil es ihnen so viel Spaß macht.“

„Hilfe im Advent“: So können Sie spenden

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade die in diesem Jahr machen sich viele Menschen Sorgen um ihre Zukunft. Vielen fehlt es schon jetzt an den grundlegendsten Dingen. Die Spendenaktion der LN-Leser „Hilfe im Advent“ 2022 setzt sich daher für Menschen ein, die es in diesem Winter besonders schwer haben. Unter dem Motto „Essen, Wärme, Licht – LN-Leser sammeln für die Tafeln“ rücken die LN in der Adventszeit Vereine in den Blickpunkt, die dabei helfen, die Not bedürftiger Menschen so gut wie möglich zu lindern.

Gemeinsam mit der Freiwilligenagentur ePunkt und in Kooperation mit der Sparkasse Holstein möchten wir zeigen, wie diese Menschen in unserer Region Solidarität erfahren und aufgefangen werden: Mit allem, was man für gesunde Mahlzeiten braucht und auch mit einer großen Portion Herzensgüte.

Bitte, liebe LN-Leserinnen und Leser, helfen Sie uns mit Ihrer Spende, dass diese Menschen gut durch die kalte Jahreszeit kommen und danach wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Vielen Dank!

Das Spendenkonto:

Empfänger: ePunkt e.V. Stormarn;IBAN: DE98 2135 2240 0187 8353 01BIC: NOLADE21HOLSparkasse HolsteinVerwendungszweck: Spende: Hilfe im Advent

Aktueller Spendenstand:

10.483,78 Euro

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Wunschbaumaktion für bedürftige Kinder

In der Adventszeit spielen die Mitarbeiter auch ein bisschen Weihnachtsmann: Die Sparkasse Holstein bietet eine Wunschbaumaktion an, bei der kleine Wünsche für bedürftige Kinder erfüllt und über die Tafel ausgegeben werden. „Das ist eine schöne Idee“, sagt Hannelore Meyer, „ich sehe aber auch Verbesserungsbedarf.“ Bei der Tafel sollten die Wunschzettel mit den Kunden ausgefüllt werden, aber dazu brauchten sie einen Dolmetscher für drei Sprachen. „Zum Glück haben wir jemanden gefunden, aber es ist schwierig, immer allen erst zu erklären, worum es geht.“ Doch grundsätzlich sei das eine nette Aktion. Meike Führing erlebt gerade praktisch mit, wie die Arbeit bei der Tafel aussieht. „Hier sieht man, dass es nicht allen gut geht.“

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Von Bettina Albrod

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