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Bad Oldesloe

Neue Leitstelle: Drei Standorte zur Auswahl

Komm hier die Rettungsleitstelle hin? Diese Fläche im Oldesloer Gewerbegebiet Sandkamp ist ein möglicher Standort für den Neubau.  

Komm hier die Rettungsleitstelle hin? Diese Fläche im Oldesloer Gewerbegebiet Sandkamp ist ein möglicher Standort für den Neubau.

Bad Oldesloe.Wer den Notruf 112 wählt, landet in den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein in der Integrierten Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe. Von hier aus werden jährlich rund 50 000 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst koordiniert. Momentan ist die Leitstelle noch in der Stormarner Kreisverwaltung in Bad Oldesloe untergebracht. Da die Mitarbeiter dort aber schon jetzt zu wenig Platz haben und zudem die Einsatzzahlen in den kommenden Jahren weiter steigen dürften, suchen die drei Kreise schon länger nach einem neuen Sitz für ihre Rettungsleitstelle.

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Drei mögliche Standorte haben sich nun herauskristallisiert: das Gewerbegebiet Stubbendorf an der A 1 sowie die beiden Oldesloer Gewerbegebiete Teichkoppel an der Autobahn 1 bzw. Sandkamp nahe der A 21. Letzteres scheint momentan der Favorit zu sein. Das Gelände gehört der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) – was wiederum die Frage aufwirft, ob die kreiseigene WAS Geschäfte mit dem Kreis machen kann. Dazu wurden bereits ein Gutachten erstellt und unterschiedliche Möglichkeiten erörtert. „Wenn es dieser Standort sein soll, werden wir eine Lösung finden“, sagt Andreas Rehberg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Gefahrenabwehr bei der Stormarner Kreisverwaltung und als dieser für die Rettungsleitstelle zuständig.

Eine Entscheidung soll es noch in diesem Quartal geben. Zunächst tagt nächste Woche der Sozialausschuss dazu, im März dann der Bauausschuss und abschließend der Kreistag. Knapp 20 Millionen Euro hat der Kreis für das Projekt im Haushalt eingeplant. 65 Prozent der Kosten tragen am Ende jedoch die Krankenkassen, die restlichen 35 Prozent teilen sich die beteiligten Kreise.

Der Kreis schafft Fakten gegenüber Lübeck

In den vergangenen Jahren war auch immer wieder eine große Lösung mit Lübeck diskutiert worden, also eine große Rettungsleitstelle mit der Hansestadt sowie den drei umliegenden Kreisen. Dafür wäre der Standort Stubbendorf neben Reinfeld geeignet. Allerdings war aus Lübeck immer wieder zu vernehmen, dass die Verantwortlichen dort nicht aus ihrer Stadt hinausgehen wollten. „Außerdem müssten in Stubbendorf rund 700 000 Euro in die Anbindung an den Digitalfunk investiert werden“, erklärt Andreas Rehberg.

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Trotzdem läuft derzeit eine letzte Anfrage zu einer gemeinsamen Leitstelle mit Lübeck, bevor der Kreis Stormarn endgültig Fakten schafft. „Die endgültige Entscheidung über den Standort soll erst im März gefällt werden“, so der Fachbereichsleiter. Das Raumprogramm soll dagegen bereits im Sozialausschuss am nächsten Dienstag verabschiedet werden, denn das ist laut Rehberg unabhängig vom Standort.

Benötigt werden rund 6000 Quadratmeter für die derzeit etwa 40 Mitarbeiter. Vor einigen Jahren waren es noch 30, im neuen Stellenplan stehen weitere acht Arbeitsplätze. Darin enthalten sind nicht nur die Disponenten, die vor mehreren Bildschirmen sitzen und die Einsätze koordinieren, sondern auch Verwaltungsmitarbeiter und Techniker. Betriebsbeginn könnte Ende 2021 sein.

"Aufgrund der Zusammenarbeit mit Ostholstein und Lauenburg wollen wir im Bereich Bad Oldesloe/Nordstormarn bleiben", hatte unlängst auch Stormans Landrat Henning Görtz im LN-Interview gesagt. Nur so bleibe die zentrale Lage für die drei Kreise erhalten.

Während die Fläche in Stubbendorf ebenfalls der WAS gehört, ist das Areal Teichkoppel an der A-1-Abfahrt Bad Oldesloe in privater Hand. Die Verwaltung hat nun diverse Kriterien erarbeitet sowie Vor- und Nachteile der Standorte benannt, über die nun die Kreispolitiker entscheiden.

Markus Carstens

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