Bad Oldesloe

Polizist erschießt mit Messer bewaffneten Obdachlosen

Der Tatort in der Schützenstraße von Bad Oldesloe wurde weiträumig abgesperrt.

Der Tatort in der Schützenstraße von Bad Oldesloe wurde weiträumig abgesperrt.

Bad Oldesloe. Bei einem Einsatz der Polizei in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) ist am Sonntag ein 22-jähriger Obdachloser erschossen worden. Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck.

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Die genauen Umstände seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Weitere Informationen soll es am Montag geben. Die eingesetzten Beamten würden nicht mehr am Sonntag befragt, hieß es.

Über Notruf war der Polizei zuvor gemeldet worden, dass sich im Bereich der Schwimmhalle in Bad Oldesloe eine Person mit einem Messer in der Hand aufhalten würde. Als die alarmierten Polizisten (zwei Streifenwagen aus Bad Oldesloe und eine weitere Streifenwagenbesatzung aus Bargteheide) dort eintrafen, trafen sie die Person nicht an. Gut 300 Meter weiter entfernt fand eine Besatzung dann den gesuchten Mann.

„Es kam zu einem Schusswaffengebrauch“, sagte ein Polizeisprecher. „Dabei wurde der 22-jährige Deutsche derart verletzt, dass er noch vor Ort verstarb.“

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Messer wurde sichergestellt

Die Lübecker Staatsanwaltschaft, das Kommissariat 1 und die Spurensicherung (K 6) der Bezirkskriminalinspektion Lübeck ermitteln. Sie werden von der Schutz- und Kriminalpolizei aus der Polizeidirektion Ratzeburg unterstützt.

„Am Ereignisort wurde unter anderem ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 cm aufgefunden und sichergestellt“, so der Sprecher weiter.

Zwei oder drei Schüsse sollen gefallen sein

„Zu den weiteren Ermittlung sowie den Sachverhaltsablauf werden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben gemacht - sie sind Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen“, sagte der Polizeisprecher.

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„Es sind zwei Schüsse gefallen“, sagt Anwohner Reiner Gartz, der nur gut 50 Meter vom Ort des Geschehens wohnt. Rettungsdienst und Notarzt vom nahen Bad Oldesloer Klinikum waren schnell vor Ort, konnten das Leben des Mannes aber nicht mehr retten.

Mutmaßliche Augenzeugen berichten

Am Mittag hatten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei eine Sichtschutzwand aufgebaut. Die Schützenstraße war im Bereich des Tatorts voll gesperrt.

In der an normalen Werktagen viel befahrenen Straße soll es dann zu den tödlichen Schüssen gekommen sein. Wie oft der Beamte geschossen hat, ist unklar. Ein Anwohner hatte zwei oder drei Schüsse gehört, ein anderer hatte es dreimal knallen gehört.

Jens Burmester

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