Wegen unfairer Beurteilung?

„Let‘s Dance“: Buh-Rufe gegen Juror Joachim Llambi

Joachim Llambi, Moderator, steht in der RTL-Tanzshow "Let's Dance" im Coloneum.

Am Schluss saß der Daniel Hartwich auf einer umgedrehten Kiste, etwa 30 Zentimeter unterhalb von Show-Gast Guido Cantz, der kurz zuvor beim Vorbeibringen der Entscheidungs-Umschläge seine nächtliche Show beworben hatte. Dass Joachim Llambi freiwillig seinen Juryplatz abgab, hatte vielleicht mit seinem Respekt für den Kollegen zu tun - oder auch mit der wahrlich unglücklichen Figur, die er an diesem Abend abgab. Publikum, Tänzer, Moderatoren, Jury-Kollegen - er hatte alle gegen sich aufgebracht.

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Ein Teil mag sicherlich einer gewissen Ermüdung angesichts der immer unübersichtlicher werdenden Paar- und Infektions-Konstellationen der diesjährigen „Let‘s Dance“-Staffel geschuldet sein. 2022 formieren sich bei der RTL-Tanzshow immer wieder neue Paare, scheiden aus, kommen wieder und tanzen mit kurzfristigem Ersatz. Diesmal wurde Profi-Tänzerin Kathrin Menzinger positiv getestet. Nur einen Tag vor der Generalprobe übernahm „Let‘s Dance“-Kollegin Regina Luca die von ihr entwickelte Rumba-Choreographie und ließ sich von dem ihr völlig unbekannten Zirkusartisten und „Ninja Warrior“ René Casselly auf vielfach spektakuläre Weise in die Luft recken. „Kann schon zu lebensgefährlichen Situationen kommen“, gab der Cousin von DSDS-Star Ramon Roselly anfangs zu bedenken, aber „wer hat, der hat und wer kann, der kann“, wie Joachim Llambi zu sagen pflegt - in diesem Fall eine vertrauensvoll professionelle Regina Luca, die ihren Schützling nach nur wenigen Trainingsstunden zu 26 Punkten führte.

„Ihr solltet jede Woche Corona kriegen!“

Auch sonst war in der vierten „Let‘s Dace“-Ausgabe alles versammelt, was laut Hartwich „Rang, Namen und Antikörper hat“. Die frisch genesenen und endlich wieder vereinten Timur Ülker und Malika Dzumaev zauberten einen überraschend atemberaubenden Tango auf die Fläche. „Du hast sie gegessen und gefressen“, freute sich Motsi Mabuse über den bislang nicht als besonders leidenschaftlich aufgefallenen Schauspieler (Ülker: „Eigentlich bin ich mehr der sensible Typ“). Auch Jorge Gonzalez staunte: „Was hast du in der Pause gemacht? Ihr solltet jede Woche Corona kriegen!“

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Neben Ülkers „mutigen“ Tango sah die Jury auch Steigerungen bei den bislang kerngesunden Promis. „Hot, Hotter, Amira“ Pocher tanzte einen schwungvollen Jive mit Massimo Sinató. Und Mike Singer erhielt für seinen Wiener Walzer mit Christina Luft Standing Ovations - zumindest vom Publikum: Jury-Oberhaupt Joachim Llambi lästerte indes: „Du hattest auch gar keinen Druck. Du musst da Attacke machen! Das sah ja teilweise aus, als wärst du der Bestatter von Köln. Da bin ich ja eingeschlafen.“ Als er dann noch die Kelle mit der „3″ zog, kam es erstmals zu Buh-Rufen, in die auch Moderator Daniel Hartwich einstimmte: „Entschuldigung, ich habe nicht mitgemacht: Buh!“

Am oberen Ende der Wertungsskala tanzte Schauspielerin Sarah Mangione. Sie bekam für ihren eindrucksvollen Contemporary mit Vadim Garbuzov die Höchstzahl von 30 Punkten, auch Janin Ullmann und Matthias Mester konnten ihre vorderen Positionen an diesem Abend weiter ausbauen.

Joachim Llambi vergibt nur einen Punkt

Beim Jive der Schlagersängerin Michelle beobachtete Motsi Mabuse eine deutliche „Veränderung der Energie“, in gewisser Weise auch beim Staffel-Clown Bastian Bielendorfer. „Das ist der Tanz, der am besten zu euch passt“, kommentierte sie die Charleston-Slapstick-Nummer zu „Pinky and the Brain Theme“. Als Herrn Llambi jedoch erneut kopfschüttelnd die Worte fehlten und es nur für einen mickrigen Punkt reichte, konnte Bielendorfer nicht anders: „Kommen Sie, haben Sie gestern beim Altersheim-Bingo verloren?“, wetterte er gegen die Entscheidung des Jurors. „Da gibt es auch ein Buh von mir!“, warf Moderatorin Victoria Swarovski ein.

Motsi Mabuse platzte schließlich der Kragen, nachdem Llambi auch noch Sportreporter Riccardo Basile und Isabel Edvardsson scharf angegangen war und deren unbedingtes „Wollen“ vermisst hatte: „Wir reden hier nicht von professionellen Menschen! Wir reden von Leuten, die das noch nie gemacht haben und dann ab auf die Tanzfläche. Bist du Tanzgott? Nein. Aber das ist eine Unterhaltungsshow. Alles andere sehen wir nächste Woche. Danke!“

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Endgültig (oder auch nicht?) verloren haben ihren „Let‘s Dance“-Platz an diesem Abend zwei attraktive, sympathische und tänzerisch sehr unauffällige Mitwirkende: In der abschließenden Zitterpartie fiel die Abwahl auf die mehrfach durch Ausscheiden, Rückkehr, Partnertausch und Infektion gebeutelte Prinzessin zu Sayn Wittgenstein sowie Riccardo Basile, den Llambi zum Abschied als komplettes Gegenteil von sich selbst beschrieb: „Ein lieber Kerl, nur der Biss fehlt.“

RND/Teleschau

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