Deutsche und internationale Kinofilme

„Sommerkino im Ersten“: Die Highlights für den Fernsehabend zu Hause

Im „Sommerkino im Ersten“ werden deutsche und internationale Kinofilme im Fernsehen gezeigt.

Wer es trotz angenehmer Temperaturen nach Feierabend nicht ins nächstgelegene Freiluftkino schafft, kann mit der Reihe „Sommerkino im Ersten“ ein paar Lichtspielhighlights auf dem Sofa nachholen. Zehn deutsche und internationale Kinofilme werden montags zur Primetime und dienstags zu späterer Stunde um 22.50 Uhr gesendet.

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Den Anfang hat bereits die mit Daniel Craig, Christopher Plummer und Jamie Lee Curtis hochkarätig besetzte Krimisatire „Knives Out – Mord ist Familiensache“ gemacht. Nun folgen vorwiegend deutsche Kinofilme, bei denen die ARD‑Degeto als Koproduzent aufgetreten ist und somit jetzt auch die Free-TV-Premiere ausrichten darf.

„Enkel für Anfänger“ mit Boomer-Star-Ensemble

Karin (Maren Kroymann), Philippa (Barbara Sukowa, rechts) und Gerhard (Heiner Lauterbach) werden in „Enkel für Anfänger“ Leihgroßeltern.

Karin (Maren Kroymann), Philippa (Barbara Sukowa, rechts) und Gerhard (Heiner Lauterbach) werden in „Enkel für Anfänger“ Leihgroßeltern.

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Mit einem deutschen Boomer-Star-Ensemble wartet Wolfgang Groos‘ Komödie „Enkel für Anfänger“ (4. Juli, 20.15 Uhr) auf. Maren Kroymann, Heiner Lauterbach und Barbara Sukowa spielen drei Senioren, die sich nicht mit dem Pensionärsdasein abfinden wollen und als Pflegegroßeltern eine neue Aufgabe suchen. Großes Kino ist das nicht, aber dank des lustvoll aufspielenden Trios nicht ohne Charme.

Pasquale Aleardi (Mitte) als Costa in einer Szene des Films „Ich war noch niemals in New York“.

Pasquale Aleardi (Mitte) als Costa in einer Szene des Films „Ich war noch niemals in New York“.

Visuell ein anderes Kaliber ist da Philipp Stölzls Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ (11. Juli, 20.15 Uhr). Nicht weniger, nur mehr ist mehr – so lautet die Gestaltungsdevise. Die lustvolle Übertreibung und die Aushebelung lästiger Realitätsansprüche bilden das Fundament dieses Jukeboxmusicals, dessen Handlung nur einen Vorwand für das beherzte Trällern beliebter Songs bildet.

Von einem Udo-Hit zum nächsten

Hier ist es ein altes Mütterchen (Katharina Thalbach), das sich nur noch, Udo sei dank, daran erinnern kann, noch niemals in New York gewesen zu sein. Also ab auf den nächsten Dampfer in die Neue Welt, verfolgt von Tochter Lisa (Heike Makatsch). Und schon befindet man sich in einem „Traumschiff“-Szenario, in dem auf hoher See die Gefühle verschiedener Liebeskonstellationen in Wallung geraten. Mit inszenatorischem Übermut hangelt sich der Film von einem Udo-Hit zum nächsten: „Aber bitte mit Sahne“, „Mit 66 Jahren“, „Merci, Cheri“, „Liebe ohne Leiden“ und der deutsche Urlaubergassenhauer „Griechischer Wein“ mit echtem Matrosen-Sex-Appeal. Idealer Sommerfilm für den heimischen Cocktailverzehr.

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„Lindenberg – Mach dein Ding!“: Jan Bülow spielt die Hauptrolle.

„Lindenberg – Mach dein Ding!“: Jan Bülow spielt die Hauptrolle.

Der andere Udo steht in „Lindenberg! Mach dein Ding“ (18. Juli, 20.15 Uhr) im Zentrum der Aufmerksamkeit. Regisseurin Hermine Hundgeburth widmet sich den frühen Jahren Lindenbergs, der sich aus der Enge des westfälischen Elternhauses in die Musik flüchtet und schließlich in Hamburg als Jazzschlagzeuger mit Rockstarambitionen strandet. Das verruchte Leben der Reeperbahn und die wilden Siebziger werden hier stimmungsvoll rekonstruiert. Hauptdarsteller Jan Bülow legt sich ins Zeug, kommt aber nicht so ganz an das immer noch in Hamburg lebende Udo-Original heran.

Diskussion um provokanten Vornamen

Der deutsche Film „Der Vorname“ kommt vom Kino ins Fernsehen.

Der deutsche Film „Der Vorname“ kommt vom Kino ins Fernsehen.

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Nicht Udo, sondern Adolf soll in Sönke Wortmanns „Der Vorname“ (25. Juli, 20.15 Uhr) das noch ungeborene Baby heißen. Der werdende Vater Thomas (Florian David Fitz) lässt die Bombe am Essenstisch bei seiner Schwester Elisabeth (Caroline Peters) und ihrem Mann Stephan (Christoph Maria Herbst) platzen. Natürlich eskaliert die Diskussion über den provokanten Vornamen nicht nur zu einer bissigen Schlacht der Argumente, sondern auch zum Psychokammerspiel, in dem bürgerliche Familienstrukturen genussvoll entlarvt werden.

Weitere Filme in der ARD-Spätschiene

Auf der Spätschiene des Sommerkinos darf dann in „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ (19. Juli, 22.50 Uhr) Isabelle Huppert ungewohnt komödiantisch als unverhoffte Drogendealerin glänzen; und Mark Ruffalo in „Vergiftete Wahrheit“ (26. Juli, 22.50 Uhr) in der Rolle des engagierten Umweltanwalts gegen ein korruptes Chemieunternehmen antreten. Im August folgen noch die britische Trickbetrügerkomödie „The Good Liar – Das alte Böse“ (2. August, 22.50áUhr) mit Helen Mirren und Ian McKellen, der eher belanglose französische Wohlfühlfilm „Der Rosengarten der Madame Vernet“ (9. August, 22.50 Uhr) und der bayerische Eberhofer-Kultfilm „Kaiserschmarrndrama“ (8. August, 20.15 Uhr).

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