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Zwei Jahre Pandemie

„Die Sehnsucht war groß“: Ansturm auf Clubs nach Corona-Lockerungen - Spenden für Ukraine

Feiernde genießen die Nacht im Düsseldorfer Club Rudas Studios. Seit dem 4. März dürfen Tanzlokale, Clubs und Diskotheken mit der 2G-plus-Regel wieder öffnen.

Berlin/Oberndorf. Mit dem Ende des coronabedingten Tanzverbots sind am ersten Wochenende viele Menschen in Clubs und Diskotheken gestürmt. In Berlin, Hamburg und Frankfurt etwa kehrten am Freitag Tausende auf die Tanzflächen zurück - teils endete die Partybegeisterung aber in Tumulten und Polizeieinsätzen.

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So kam es in Berlin zu einem größeren Gedränge vor einem Club. Mehrere Menschen hätten Panikattacken erlitten, teilte die Polizei am Samstag mit. Ein Mann sei in Ohnmacht gefallen, eine Frau ins Krankenhaus gebracht worden. Den Angaben zufolge hatten sich am Freitagabend etwa 1500 bis 2000 Menschen vor dem Club versammelt. Die Polizei rückte mit rund 70 Einsatzkräften an und räumte den Hof vor dem Club.

Seit Freitag dürfen Clubs wieder öffnen

Seit Freitag dürfen die Clubs und Diskotheken ihre Tanzflächen wieder öffnen. Genesene und Geimpfte müssen sich zusätzlich testen lassen, wenn sie mitfeiern wollen. „Die Sehnsucht war groß“, sagte am Samstag Victor Oswalt vom Frankfurter Netzwerk Clubs am Main, in dem sich 15 Clubs zusammengeschlossen haben. „Man merkte, dass sehr lange etwas Wichtiges gefehlt hat.“

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Viel los war auch in Hamburg: Vor vielen Clubs hätten sich lange Schlangen gebildet, sagte der Geschäftsführer des Hamburger Clubkombinats, Thore Debor. „Gerade an der Sternbrücke war es sehr voll.“ Von anderen Orten habe er aber auch Berichte gehört, dass es nicht ganz so voll gewesen sei.

Spendensammlungen für Ukraine in Clubs

Insgesamt habe eine gute, ausgelassene Stimmung geherrscht, sagte Debor. „Es war durchaus ein befreiender Moment.“ Aber es gebe auch Berichte, nach denen es zunächst Unsicherheiten der Menschen beim Tanzen gegeben habe.

Die Sehnsucht nach Zerstreuung sei auch auf eine große Welle der Solidarität mit der Ukraine getroffen. Es habe in den Clubs vielfältige Spendensammlungen für die verschiedensten Aktionen, Initiativen und Hilfsorganisationen gegeben.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Auch in Österreich war Andrang in Clubs groß

Und nicht nur in Deutschland, auch in Österreich war der Andrang der Nachtschwärmer groß. In Oberndorf bei Salzburg kam es zu tumultartigen Szenen vor einem Tanzlokal. Wie die dortige Polizei mitteilte, wurde das Lokal auch von vielen Menschen aus dem benachbarten Bayern besucht. Schon Stunden vor Mitternacht - und damit vor dem Inkrafttreten der Lockerungen - versammelten sich ein paar Hundert Menschen vor dem Tanzlokal.

Im Gedränge hätten einige Besucher das Bewusstsein verloren, teilte die Polizei mit. Zehn Polizisten schritten ein und ließen den Club frühzeitig öffnen, um die Situation zu entschärfen. Eine verletzte Person musste vom Roten Kreuz versorgt werden. Am Ende konnte nur die Hälfte der Wartenden in die Diskothek.

RND/dpa

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