Über den Bahamas an Stärke gewonnen

Wirbelsturm „Nicole“ erreicht Florida und bringt heftigen Wind und Regen

Der Sturm „Nicole“ hat über den Bahamas an Stärke gewonnen und erreichte nun die Ostküste der USA.

Der Sturm „Nicole“ hat über den Bahamas an Stärke gewonnen und erreichte nun die Ostküste der USA.

Nassau. Der Wirbelsturm „Nicole“ hat die Ostküste des US-Bundesstaates Florida erreicht. Am Donnerstagmorgen (9 Uhr MEZ) lag sein Zentrum über North Hutchinson Island südlich des Ortes Vero Beach. „Nicole“ erreichte eine maximale Windgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde und galt zunächst als Hurrikan der niedrigsten Kategorie 1. Wenig später verlor er wieder an Kraft und wurde zum Tropensturm herabgestuft. Dennoch überzog er ein Gebiet in einem mehrere hundert Kilometer großen Umkreis mit starkem Wind, gefährlicher Brandung und heftigen Regenfällen.

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Die Behörden hatte bereits zuvor Evakuierungen angeordnet, von denen auch der Club Mar-a-Lago des früheren Präsidenten Donald Trump betroffen war. Flughäfen und Freizeitparks wurden geschlossen. Der Wetterdienst warnte vor Tornados und Hochwasser. Die Behörden teilte mit, die Sturmflut durch „Nicole“ könnte Strände weiter unterspülen, die im September von Hurrikan „Ian“ heimgesucht wurden. Der ausgedehnte Sturm sollte voraussichtlich im Laufe des Donnerstags und Freitags auf Georgia sowie North und South Carolina zusteuern und die gesamte Region mit weiteren Regenfällen überziehen.

Zahlreiche Häuser in den USA noch einsturzgefährdet

Von der Warnung sind jetzt laut Medienberichten rund fünf Millionen Menschen in Florida betroffen. Die Behörden hatten die Bewohner aufgerufen, als unsicher eingeschätzte Gebäude zu verlassen. In Daytona Beach, das noch schwer unter den Folgen „Ians“ leidet, seien mindestens elf Gebäude einsturzgefährdet, meldete der Sender CNN unter Berufung auf die örtlichen Behörden. In Volusia County wurden 22 Häuser evakuiert. Schulen wurden geschlossen. Der Orlando International Airport stellte laut CNN am Mittwochnachmittag den Flugbetrieb ein.

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Überschwemmungen auf den Bahamas

Noch knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle hatte das Sturmzentrum zuvor über der bahamaischen Insel Great Abaco am Mittwoch Land erreicht. In der Folge wurden nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC anhaltende Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gemessen - ab 119 Stundenkilometern handelt es sich um einen Hurrikan.

Auf den Bahamas waren Notunterkünfte bereitgestellt und öffentliche Einrichtungen geschlossen worden. Nach ersten Medienberichten kam es auf den Abaco-Inseln und der Insel Grand Bahama zu Überschwemmungen. Dort, im Nordwesten des Inselstaates, hatte im September 2019 mit Hurrikan „Dorian“ einer der stärksten je gemessenen Atlantik-Stürme gewütet und mehr als 70 Todesfälle sowie schwere Zerstörung verursacht. Auch in Florida und weiter nördlich in Georgia war nach NHC-Angaben mit Sturmfluten zu rechnen.

Hurrikan „Nicole“ zieht weiter in Richtung Ostküste der USA

Erste Ausläufer trafen am späten Mittwoch an der Küste Floridas auf Land, teilte das US-Hurrikanzentrum NHC mit.

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Nur wenige Hurrikans im November

Die Hurrikansaison im Atlantik dauert vom 1. Juni bis 30. November. Im November bilden sich in der Regel nicht mehr so viele Hurrikans. Eine Ausnahme war der November 2020, als gleich zwei starke Hurrikans - „Eta“ und „Iota“ - in Mittelamerika verheerende Schäden anrichteten.

Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Ozeanwasser. Aufgrund des Klimawandels erhöht sich zwar nicht deren Anzahl, wohl aber die Wahrscheinlichkeit starker Stürme.

RND/dpa

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