Auch Formel-1-Rennen gestört

Klimaschützer leimen sich an Ölgemälde vom letzten Abendmahl fest

Vier Aktivistinnen und Aktivisten klebten ihre Hände am Dienstag an das Gemälde „The Last Supper“.

London. In London haben sich Mitglieder der Klimaprotestgruppe „Just Stop Oil“ an Ölgemälde in zwei Museen geklebt. Ins Visier der Aktivistinnen und Aktivisten war zunächst am Montag ein Werk des Malers John Constable (1776 bis 1837) geraten. Die beiden Personen seien über die Absperrung in der National Gallery geklettert und hätten große Papierbögen über Constables Werk „The Hay Wain“ (Der Heuwagen) gehängt, teilten das Museum und die Polizei mit. Anschließend hätten sie je eine Hand an den Rahmen festgeklebt.

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Ein Mann und eine Frau klebten sich am Gemälde „The Hay Wain“ fest.

Ein Mann und eine Frau klebten sich am Gemälde „The Hay Wain“ fest.

Sicherheitspersonal drängte Besucherinnen und Besucher aus dem Raum, unter ihnen eine Gruppe Schulkinder. Die Polizei teilte mit, sie habe zwei Personen festgenommen. Das Bild von 1821 sei abgehängt und untersucht worden, erklärte das Museum. Der Rahmen und die Oberfläche des Gemäldes seien leicht beschädigt, aber bereits repariert worden. Am Dienstag sei der „Hay Wain“ wieder an seien Platz gehängt worden.

„Just Stop Oil“ verlangt, dass die Regierung keine Lizenzen mehr für Öl- und Gasprojekte vergibt. Die Gruppe erklärte, sie habe Constables Gemälde einer dörflichen Landschaft mit einer apokalyptischen Vision der Zukunft abgedeckt, in der Öl ländliche Gegenden zerstören werde. Auf dem von ihr über das Gemälde drapierten Bild waren Umweltverschmutzung und ein Auto zu sehen, das dem Heuwagen auf dem Gemälde den Weg versperrt.

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„Just Stop Oil“ störte auch Formel-1-Rennen

Am Dienstag klebten vier Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe dann ihre Hände an das Gemälde „The Last Supper“ (Das letzte Abendmahl) in der Royal Academy in London. Außerdem sprühten sie den Slogan „No New Oil“ (Kein neues Öl) unter den Rahmen des Kunstwerks. Es wird angenommen, dass das Gemälde von Giampietrino, einem Schüler von Leonardo Da Vinci, stammt, der dessen Meisterwerk kopierte.

Die Gruppe hatte zuvor auch andere Kunstgalerien ins Visier genommen und das Formel-1-Rennen am Sonntag in Silverstone gestört. Wegen der riskanten Protestaktion auf der Rennstrecke müssen sich sechs Umweltaktivisten und ‑aktivistinnen demnächst auch vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, sich zur Störung der öffentlichen Ordnung verschworen zu haben, teilte die Polizei der Grafschaft Northampton am Dienstag mit.

Die Beschuldigten waren am Sonntag beim Grand Prix von Großbritannien während der ersten Runde auf den schnellsten Teil der Strecke gelaufen und hatten sich auf den Asphalt gesetzt.

RND/AP//dpa/seb

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