Nach Wolfsriss: Landwirt hängt totes Rind im Ort auf

Ein Wolf (Archivfoto).

Ein Wolf (Archivfoto).

Stücken. In einem kleinen brandenburgischen Ort hat ein Landwirt für großes Aufsehen gesorgt. Jens Schreinike aus Stücken hält Rinder auf einer Koppel. Eines von ihnen ist in der Nacht zu Freitag seinen Angaben zufolge Opfer eines Wolfes geworden. Er und sein Vater hatten das gerissene Rind auf dem Grundstück der Familie so aufgehängt, dass es für Passantinnen und Passanten sowie und Autofahrer und Autofahrerinnen sichtbar war, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ). Auf einem Pappschild darüber stand: „Wolfsopfer. Dank den Träumern in diesem Land.“

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Am Nachmittag musste Schreinike das Rind auf Anordnung der Polizei wieder abhängen. „Es war nach dem Wolfsriss eine spontane Aktion. Wir wollten den Leuten zeigen, dass hinter den Zahlen in den Rissstatistiken solche Bilder stehen“, erklärte der Landwirt der „MAZ“. Es seien Bilder, die er und seine Kollegen in Brandenburg regelmäßig zu Gesicht bekommen würden.

„Genau so sieht es in der Realität aus, wenn gerissene Tiere von der Weide geborgen werden“, sagte Schreinike der Zeitung. „Wir dürfen unser Eigentum nicht verteidigen, wir müssen es hinnehmen. Als Weidetier­halter fühlt man sich wie jemand, der gefesselt ist und auch noch verprügelt wird“, meinte er. Nur durch Aktionen wie diese würde die Lage der Weidetier­halter sichtbar gemacht. „Sonst würde das niemand wahrnehmen.“

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Schreinike: „Hoher Schutzstatus nicht mehr gerechtfertigt“

Schreinike fordert die Politik auf Bundes- und Landesebene zum Umdenken und Handeln auf. Der Wolfsbestand müsse reguliert werden. Die Wolfs­population in Brandenburg sei so groß, „dass der hohe Schutzstatus nicht mehr gerechtfertigt ist“, meinte der Landwirt gegenüber der „MAZ“.

RND/nis

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