Milchkühe brauchen Wasser

Wegen Dürre in Italien: Geht Deutschland der Parmesan aus?

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Die Dürre könnte auch dafür sorgen, dass weniger Parmesan in Italien produziert werden kann (Symbolbild).

Italiens Regierung hat für fünf Regionen des Landes bereits den Dürrenotstand verhängt, mehrere Städte haben die Trinkwassernutzung eingeschränkt. Große Seen wie der Gardasee haben deutlich weniger Wasser als normalerweise zu dieser Jahreszeit. Der Wasserstand im Fluss Po – der längste Strom Italiens – ging so weit zurück, dass an der Meermündung Salzwasser kilometerweit in das Flussbett drang. Der Pegel ist an manchen Stellen so niedrig wie seit 70 Jahren nicht mehr.

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Das könnte nun auch dazu führen, dass es bald weniger Parmesan in den deutschen Supermarktregalen gibt. Denn: Die Trockenheit in der Poebene betrifft auch die Viehzucht dort, und einige Rinder sind auch für die Produktion von Milch für den Parmigiano Reggiano verantwortlich, wie CNN berichtet. Das ist besonders bitter, weil Deutschland als größter Parmesanabnehmer der Welt gilt, das teilte das Konsortium für den Schutz der Marke Formaggio Parmigiano Reggiano 2020 mit.

Parmesanbauer berichtet von Problemen

Parmesanbauer Simone Minelli berichtet der Nachrichtenseite, dass seine Kühe täglich rund 30 Liter Milch produzierten, die später zu Parmesan verarbeitet würden. Wenn seine Kühe jedoch nicht 100 bis 150 Liter Wasser am Tag tränken oder überhitzt würden, entspreche die Milch nicht den strengen Normen und der Käse erhalte nicht das benötigte Gütesiegel.

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Im nahe gelegenen Parmigiano-Reggiano-Konsortium werde die Milch seiner Kühe mit der von 20 anderen Milchbauern vermischt, um jährlich 52.000 Käselaibe herzustellen. Das sei nun durch den Wassermangel in Gefahr, so der Bauer zu CNN.

RND/hsc/mit dpa

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