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Judentum, Islam und Christentum feiern

Pessach, Ramadan, Ostern: Wieso gerade drei Weltreligionen am selben Wochenende Feste feiern

Feiern und Gedenken: Juden, Christen und Muslime begehen in diesen Tage für sie besonders wichtige Feste.

Es ist ein seltenes Ereignis, das in diesem Jahr weltweit Milliarden von Menschen betrifft: Die drei monotheistischen Weltreligionen feiern an diesem Wochenende drei für sie besonders wichtige Feste gleichzeitig. Christen feiern Ostern, Juden das Pessachfest und Muslime befinden sich im Fastenmonat Ramadan, innerhalb dessen der Freitag ein wöchentlicher Feiertag ist.

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Dass diese drei Hochfeste im Jahr 2022 zusammenfallen, liegt an dem christlichen Kalender, der sich an der Sonne orientiert, und dem islamische Kalender, der hingegen an das Mondjahr angelehnt ist. So hat ein Jahr nach dem christlichen Kalender 365 Tage, im islamischen Kalender sind es dagegen nur 354. Deshalb feiern Muslime ihre religiösen Feste zu verschiedenen Jahreszeiten, während beispielsweise das Osterfest immer im Frühling liegt.

Das Pessachfest und Ostern

Pessach zählt zu den wichtigsten Festen im jüdischen Leben. Es wird eine Woche lang gefeiert und erinnert an den biblisch überlieferten Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Das Fest beginnt am Abend des ersten Frühjahrsvollmondes mit einem Festmahl. In diesem Jahr wird es von Freitag, 15. April, bis Samstag, 23. April, gefeiert.

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Das höchste Fest im Christentum erklärt: bunte Bräuche und die Bedeutung von Ostern

Was es mit dem Osterhasen auf sich hat und warum Ostern immer an verschiedenen Wochenenden gefeiert wird – ein Überblick.

Im Christentum haben die Tage von Gründonnerstag bis zum Ostermontag einen besonderen Wert. Der Gründonnerstag symbolisiert das letzte Abendmahl Jesu. Der Karfreitag erinnert an die Kreuzigung Jesu, der Ostersonntag an dessen Auferstehung. Dieser Tag beendet auch die Fastenzeit und leitet die 50-tägige Osterzeit ein, die bis Pfingsten dauert.

Fastenmonat Ramadan

In dem für Muslime heiligen Monat sind mehr als 1,6 Milliarden Gläubige dazu aufgerufen, von Sonnenaufgang an auf Essen, Trinken, Rauchen und andere sinnliche Genüsse zu verzichten. Mit dem Sonnenuntergang ist es Tradition, das Fastenbrechen mit einem üppigen Festmahl im Kreis der Familie zu feiern.

In diesem Jahr hat der Ramadan am 2. April begonnen, der erste Tag des Fastenbrechens ist der 2. Mai. Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islams, die für jeden Muslim Pflicht sind. Der Freitag ist während des Ramadans ein wöchentlicher Feiertag für die Gläubigen

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Abdassamad El Yazidi, Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime, sieht es positiv, dass die Feste von Muslimen, Christen und Juden zusammentreffen. „Dass sollte uns jeweils erinnern, dass wir alle Geschwister sind in der Menschlichkeit und wir gemeinschaftlich für das Gute einstehen müssen“, sagte er der Deutschen Welle am Freitag.

Mit Material von epd und dpa

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