30 Stunden Terror

Hotel-Attacke in Mogadischu beendet: 21 Tote

Bei einem Angriff militanter Islamisten auf ein Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu wurden 30 Menschen getötet und mindestens 40 verletzt.

Bei einem Angriff militanter Islamisten auf ein Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu wurden 30 Menschen getötet und mindestens 40 verletzt.

Mogadischu. Eine tödliche Attacke der Al-Shabaab-Miliz auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat in der Nacht zum Sonntag ein Ende gefunden. Gesundheitsminister Ali Haji Adam sprach am Sonntag von 21 Toten und 117 Verletzten, von denen mindestens 15 in kritischem Zustand seien. Es sei zudem denkbar, dass nicht alle Opfer in Krankenhäuser gebracht worden seien, stellte er fest.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die somalischen Sicherheitskräfte benötigten mehr als 30 Stunden, um den bewaffneten Extremisten das Handwerk zu legen, die das Hayat-Hotel am späten Freitagabend beginnend mit lauten Explosionen gestürmt hatten.

Details zur Attacke sind noch unklar

Die Belagerung des Hotels sei gegen Mitternacht in der Nacht zum Sonntag zu Ende gegangen, sagte Abdi Hassan Hijar von der Polizei zu Journalisten. „Während der Attacke haben die Sicherheitskräfte mehrere in dem Hotel gefangene Zivilisten gerettet, darunter Frauen und Kinder“, sagte er. Eine detaillierte Erklärung der Polizei zum Ablauf der Attacke stand noch aus. Es war unklar, wie viele Angreifer sich Zutritt zum Hotel verschafft hatten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Sonntagmorgen hatte bereits der Hotel-Manager Ismail Abdi der Nachrichtenagentur AP das Ende der Gefechte bestätigt und erklärt, Sicherheitskräfte sicherten noch das Gebiet ab. Nach 9 Uhr (Ortszeit) waren keine Schüsse mehr zu hören. Schaulustige versammelten sich am Sonntagmorgen vor dem schwer beschädigten Hotel.

Islamistenangriff: Hotelbelagerung in Mogadischu beendet

Somalische Streitkräfte haben die Belagerung eines Hotels in der Hauptstadt Mogadischu beendet. Das berichteten französische Medien.

Am Freitagabend hatten Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Al-Shabaab das beliebte „Hayat“-Hotel in der Nähe des internationalen Flughafens Aden Adde gestürmt. Über zahlreiche Stunden gab es Auseinandersetzungen zwischen einer vom US-Militär ausgebildeten Anti-Terror-Einheit mit schweren Waffen wie Mörsergranaten und anderen Sprengkörpern verwendet. Auch die Spezialeinheit Cheetah der somalischen Polizei war im Einsatz.

Al-Shabaab reklamiert Anschlag für sich

Die Angreifer, deren Zahl weiter unklar blieb, waren nach Polizeiangaben mit Handgranaten und Kalaschnikows bewaffnet. Ursprünglich gingen die Sicherheitskräfte von vier bis fünf Kämpfern aus; zwei der Terroristen wurden nach Angaben der Polizei getötet.

Al-Shabaab reklamierte den Angriff für sich und sprach von 40 Todesopfern. Unmittelbar vor dem Anschlag hatten sich bereits zwei Selbstmordattentäter in zwei Fahrzeugen in die Luft gesprengt. Die Terroristen waren nach eigenen Angaben außerdem für einen Anschlag mit einer Mörsergranate am Flughafen verantwortlich. Die somalischen Sicherheitsbehörden bestätigten, dass bei dem Anschlag eine Mutter und ihre vier Kinder ums Leben kamen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacke

Bei den Angriffen handelt sich um den ersten großangelegten Terrorakt seit Somalias neugewählter Präsident Hassan Sheik Mohamud im Mai sein Amt übernahm. Das Land am Horn von Afrika mit rund 16 Millionen Einwohnern wird seit Jahren von Anschlägen der Terrorgruppe Al-Shabaab erschüttert. Sie kontrolliert weite Teile des Südens und der Zentralregionen.

Der Angriff auf das Hotel ist der erste große Terrorakt seit dem Amtsantritt des neu gewählten Staatschefs Hassan Sheikh Mohamud im Mai. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacke laut der Mitteilung eines Sprechers. Die Vereinten Nationen unterstützten das somalische Volk in seinem „Kampf gegen Terrorismus und seinem Marsch in Richtung Frieden“, hieß es.

Der frühere Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo hatte größere Konfrontationen mit der Al-Shabaab vermieden. Mohamud hat dagegen seine Absicht erklärt, mit Unterstützung der USA gegen die Terrorgruppe vorgehen zu wollen. Die Al-Shabaab erklärte über ihren Radiosender Andalus, die Attacke auf das Hotel stelle eine Reaktion auf Mohamuds Ankündigung dar, die Gruppe in Somalia auszulöschen.

RND/dpa /AP

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken