Sturm „Nadia“ sorgt für schwere Schäden am Langeooger Strand

So sah die Abbruchkante Anfang Januar nach den vergangenen Sturmfluten am Strand von Langeoog vor den Dünen des sogenannten Pirolatals gebildet aus. Nun soll noch mehr Sandstrand abgebrochen sein. (Archivbild)

Langeoog. Tief „Nadia“ zieht auch an der Nordseeinsel Langeoog nicht folgenlos vorbei. Wie unter anderem „Langeoog News“ berichtet, haben die Sturmfluten am Wochenende erneut schwere Schäden am Strand verursacht. Ein 2020 aufgespülter Sandkörper, der die Dünen bislang geschützt hatte, wurde demnach von den Fluten auf einer Länge von mehreren hundert Metern fast komplett abgetragen. Zudem gebe es erste Abbrüche an den Dünen vor dem Pirolatal, hinter denen das Trinkwasser der Insel gewonnen werde. Es bildeten sich tiefe Einschnitte in dem Sandkörper.

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Bereits am Freitag wurde mitgeteilt, dass sich nach den ersten leichten Sturmfluten dieses Winters eine deutliche, rund 500 Meter lange Abbruchkante über den Strand vor den Schutzdünen am Langeooger Pirolatal zieht. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gab in einer Mitteilung am Freitag aber noch Entwarnung. Eine Gefahr für Langeoog und die lebenswichtige Süßwasserlinse im Inselinneren, die das Trinkwasserreservoir bildet, bestehe nicht, hieß es zu dem Zeitpunkt. Die Abbruchkante sei vielmehr ein zu erwartendes Ergebnis nach den letzten Sandaufspülungen am Strand vor den Dünen.

„Depot opfert sich sprichwörtlich für die eigentliche Düne“

„Das 2020 eingebaute Depot opfert sich sprichwörtlich für die eigentliche Düne und verliert deshalb in Sturmfluten laufend an Breite. Genau dieser Effekt ist geplant – Strandaufspülungen haben immer eine begrenzte, schwer vorhersagbare Halbwertszeit“, teilte Frank Thorenz, Leiter der – für den Inselschutz zuständigen – NLWKN-Betriebsstelle in Norden mit. Das Sanddepot verhindere so Abbrüche an den dahinterliegenden Schutzdünen und werde mit jeder Sturmflut schmaler. Wann eine neue Strandaufspülung erforderlich sei, hänge vom Sturmflutgeschehen im Winter ab, sagte Thorenz. In nächster Zeit sehen die Küstenschützerinnen und -schützer erneut Handlungsbedarf. Das könnte sich durch die Flut am Wochenende noch mal verschärft haben.

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Der Landesbetrieb, der auf den Inseln für den Küstenschutz zuständig ist, überwacht die Situation an den Stränden und Dünen. Dafür setzen die Expertinnen und Experten satellitengestützte Vermessungsgeräte und Drohnen ein. Die aktuelle Entwicklung des Sanddepots, des Strandes und der Düne auf Langeoog werde laufend analysiert, teilte der NLWKN mit.

RND/hsc/mit dpa

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