Wie die Chancen stehen

Weiße Weihnachten: Wann gab es in Deutschland das letzte Mal Schnee zum Fest?

Eine Weihnachtskugel hängt an einem verschneiten Weihnachtsbaum.

Eine Weihnachtskugel hängt an einem verschneiten Weihnachtsbaum.

Was gibt es Schöneres als eine weiße Weihnacht? In Liedern besungen und Gedichten beschrieben, doch Schnee zum Weihnachtsfest wird in Deutschland immer seltener. Ein Bericht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigt, dass als Folge des Klimawandels eine Schneedecke an den Feiertagen (24. bis 26. Dezember) immer unwahrscheinlicher wird. Im Mittel liege die Wahrscheinlichkeit in Deutschland demnach nur noch bei rund 13 Prozent. Das heißt: Statistisch betrachtet können sich die meisten Menschen in Deutschland nur noch alle zehn Jahre über Schnee an den drei Feiertagen freuen.

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Weihnachten vor elf Jahren: 40 Zentimeter Schnee in Berlin

Die letzte flächendeckende weiße Weihnacht in Deutschland liegt schon etwas zurück: Im Jahr 2010 gab es einen extrem kalten Winter. Der Dezember war im Schnitt seit 1969 nicht mehr so kalt wie vor elf Jahren. In der Hauptstadt Berlin lag eine Schneedecke von fast 40 Zentimetern, in Hamburg 20 Zentimeter. Auch im Westen Deutschlands lag am Weihnachtsfest Schnee – in Aachen waren es etwa 35 Zentimeter.

Seitdem gab es in Deutschland keine flächendeckende weiße Weihnacht mehr. Wenn überhaupt mal Schnee vom Himmel fiel, dann in den höheren Lagen. Meistens war es nasskalt oder sehr mild – teilweise bis zu 15 Grad an Heiligabend wie 2020.

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Wann sprechen wir überhaupt von weißen Weihnachten?

Der DWD definiert weiße Weihnachten aus meteorologischer Sicht folgendermaßen: Wird an einer Wetterstation am 24., 25. und 26. Dezember jeweils ein Zentimeter Schnee oder mehr gemessen, spricht man meteorologisch von weißen Weihnachten.

Wie ist die Chance auf weiße Weihnachten am höchsten?

Auf Helgoland gibt es durchschnittlich nur zwei Mal im Jahrhundert weiße Weihnachten. An einem Ort in Deutschland gab es seit 1880 in jedem Jahr Schnee zum Fest: auf der Zugspitze. In höheren Lagen oberhalb von etwa 1500 bis 2000 Meter seien laut DWD auch in den nächsten Jahrzehnten meistens weiße Weihnachten zu erwarten. Insgesamt sinke aber auch in Süddeutschland die Wahrscheinlichkeit. „Das ist nicht überraschend. Der Klimawandel mit steigenden Temperaturen vertreibt die romantischen weißen Weihnachten Schritt für Schritt aus Deutschland“, kommentierte ein DWD-Sprecher.

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Für sieben Städte in Deutschland hat der DWD im vergangenen Jahr den Rückgang der Wahrscheinlichkeit von Weißen Weihnachten berechnet: In Berlin ist die statistische Chance demnach um genau zehn Prozent gesunken, ebenso in Hamburg. Doch während in Leipzig die Wahrscheinlichkeit nur um 3,8 Grad sank, waren es in München 19,5 Prozent, in Freiburg 12,2 Prozent und in Frankfurt/Main 11,8 Prozent.

Weihnachten 2022: Wie stehen die Chancen auf Schnee?

In diesem Jahr stehen die Chancen auf weiße Weihnachten in Deutschland schlecht. Wie der Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterkontor zehn Tage vor Heiligabend gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erklärte, werden die Temperaturen zu mild sein.

Zum Start in die vierte Adventswoche kommt massiv mildere Luft aus Südwesten in die Bundesrepublik - teilweise steigen die Temperaturen in den zweistelligen Plusbereich. „Das war es dann zumindest für die Niederungen mit weißen Weihnachten“, betonte Schmidt. Wenn überhaupt noch Chancen auf Schnee zum Fest bestehen, dann in den höheren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen.

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