„Wird Lage verkomplizieren"

Afrikanischer Staat: UN-Resolution gegen Russland ist falsch

141 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben bei einer Dringlichkeitssitzung der Vollversammlung für die Resolution gestimmt

Harare. Eine Resolution der UN-Vollversammlung, die Russlands Angriff auf die Ukraine verurteilt, ist von der Regierung Simbabwes als kontraproduktiv kritisiert worden. In einer Erklärung des Außenministeriums in Harare hieß es am Donnerstag: „Simbabwe ist nicht überzeugt, dass die gestern verabschiedete Resolution auf Dialog abzielt - ganz im Gegenteil: Sie hat mehr Flammen ins Feuer gegossen und so die Lage weiter kompliziert.“

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Der afrikanische Binnenstaat, ein selbst ernannter „Allwetter-Verbündeter“ Russlands, hatte sich bei der Abstimmung enthalten. Zur Begründung hieß es: „Die Lage in der Ukraine ist sehr komplex und tief verwurzelt in der Geschichte und der Geopolitik in der Region.“

In New York hatten am Mittwoch 141 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen bei einer Dringlichkeitssitzung der Vollversammlung für die Resolution gestimmt - weit mehr als bei früheren Konflikten ähnlicher Art. Die Weltgemeinschaft verurteilte den Angriff Russlands auf die Ukraine darin und forderte Moskau zum Ende seiner Aggression auf. „Die internationale Gemeinschaft muss unermüdlich auf die Ermöglichung eines Dialogs hinarbeiten, um eine dauerhafte Lösung für die Situation zu finden, sagte Simbabwes amtierender Außenminister Amon Murwira.

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Von den 35 Enthaltungen in der UN-Vollversammlung entfielen 17 auf afrikanische Ländern, darunter neben Mali und dem Sudan auch Simbabwes Nachbarländer Mosambik, Namibia und Südafrika. Südafrika feierte gerade das 30-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen mit Russland.

Viele Regierungsmitglieder aus den Reihen des regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) fühlen eine enge Verbundenheit mit Moskau, die noch aus der Zeit der früheren Sowjetunion stammt. Die hatte viele Mitglieder des damals verbotenen ANC im Exil ausgebildet. Russland hat zudem in den vergangenen Jahren versucht, sein politisches und wirtschaftliches Engagement in Afrika auszubauen.

RND/dpa

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