Ramadan beginnt am 2. April

Fastenmonat Ramadan: Kirchen betonen Gemeinsamkeiten mit Muslimen

Der muslimische Fastenmonat Ramadan beginnt am 2. April. (Symbolbild)

Düsseldorf. Kurz vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan am Samstag haben sich die evangelische und die katholische Kirche mit Grußbotschaften an die Gläubigen gewandt. Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, betonte die Bedeutung von persönlicher Begegnung für den interreligiösen Dialog.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Eine solche direkte Begegnung ist eine gute Voraussetzung, um Vorurteile abzubauen und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, wie wir sie leider immer noch im gesellschaftlichen und interreligiösen Miteinander erleben können“, schrieb Kurschus in einem Brief, der am Freitag in Hannover veröffentlicht wurde. Sie beteiligte sich auch an einer Grußbotschaft von fünf katholischen Bistümern und drei evangelischen Landeskirchen in NRW.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Spotify Ltd., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Kurschus betonte, zum dritten Mal in Folge stehe der Fastenmonat unter den Vorzeichen und Einschränkungen der Corona-Pandemie. „Ich fühle mich Ihnen da sehr verbunden, denn ich weiß aus den eigenen kirchlichen Zusammenhängen in unserem christlichen Gemeindeleben, welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind“, schrieb die westfälische Präses.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Katholischer Bischof Bätzing sieht „verbindende Wurzeln“ zwischen Religionen

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, erklärte, in diesem von alten und neuen Krisen geprägten Jahr gebe es eine zeitliche Überschneidung jüdischer, christlicher und muslimischer Fastentage. „Die verbindenden Wurzeln unserer religiösen Traditionen werden uns dadurch noch einmal in Erinnerung gerufen“, schrieb der Limburger Bischof in seiner Grußbotschaft, die in Bonn veröffentlicht wurde.

Das Fasten gebe den Gläubigen die Möglichkeit, ihre Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zu überprüfen, so Bätzing. Es lehre, ein Leben in Demut und Dankbarkeit zu führen. „Mit einer solchen Haltung können wir unser Herz für die Schwachen und Notleidenden öffnen, einander als Geschwister annehmen und nach wahrem Frieden streben.“

Angesichts globaler Herausforderungen wie der Corona- und der Klimakrise erinnerten Bischöfe, Präsides und Landessuperintendent aus NRW in ihrem ebenfalls am Freitag veröffentlichten Schreiben an die Verantwortung beider Religionen in der gemeinsamen Sorge für die Welt: „Kein Mensch kann dem allen alleine entgegentreten. Wir müssen darauf vertrauen und darauf hoffen, dass es uns als Menschheit mit Gottes Hilfe gelingt, die erforderlichen Schritte zu erkennen und zu tun.“

Fastenmonat Ramadan beginnt am 2. April

Der Mut- und Ratlosigkeit, die in diesen Krisen aufkommen können, setzt das Grußwort Geduld, Gottvertrauen und Hoffnung entgegen: „Die Hoffnung ist eine machtvolle Waffe gegen alles. Auch gegen Dürre und Überflutungen, gegen Ungerechtigkeit, Krieg, Krankheit und Hunger.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Spotify Ltd., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Für die evangelischen Landeskirchen in NRW haben neben Kurschus auch der rheinische Präses Thorsten Latzel und der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends das Grußwort unterzeichnet. Von katholischer Seite sind der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, der Aachener Bischof Helmut Dieser, der Münsteraner Bischof Felix Genn, der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck und der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki beteiligt.

Für Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr am 2. April, der erste Tag des Fastenbrechens ist der 2. Mai. Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islams. Die Gläubigen sind aufgerufen, von Sonnenaufgang bis -untergang auf Essen, Trinken, Rauchen und andere sinnliche Genüsse zu verzichten.

RND/epd

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.