„Wir erwarten, dass es woanders stattfindet“

Freistaat Bayern will nächsten G7-Gipfel nicht mehr ausrichten

28.06.22, Garmisch-Partenkirchen: Bundeskanzler Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz am letzten Tag des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Bayern. Der nächste G7-Gipfel in Deutschland sollte aus Sicht des bayerischen Innenministers Joachim Hermann in einem anderen Bundesland stattfinden.

München. Der nächste G7-Gipfel in Deutschland sollte aus Sicht des bayerischen Innenministers Joachim Hermann in einem anderen Bundesland stattfinden. „Wir haben uns nicht beworben“, sagte der CSU-Politiker am Dienstag nach Abschluss des Treffens der großen demokratischen Wirtschaftsmächte auf Schloss Elmau. „Wir erwarten eher, dass es das nächste Mal mal woanders stattfindet.“ Die Bundesregierung hatte den G7-Gipfel nach 2015 zum zweiten Mal in dem Luxushotel in Oberbayern ausgerichtet.

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G7-Gipfel auf Schloss Elmau endet: Bundeskanzler Scholz zieht Bilanz

Wichtige Zusagen stehen vor dem letzten Tag des G7-Gipfels noch aus – und der nächste Gipfel wirft schon seine Schatten voraus.

Herrmann verteidigte den Umfang des Polizeieinsatzes. Die bis zu 18 000 Polizisten hätten für einen „störungsfreien Verlauf“ des Treffens der Staats- und Regierungschefs gesorgt. Ein Zuviel an Beamten könne er „grundsätzlich nicht sehen“, sagte Herrmann. „Wie viel notwendig gewesen wäre, kann ich immer erst hinterher sehen.“

„Die Belastung für die Einsatzkräfte war enorm“

Der bayerische Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Jürgen Köhnlein, hatte sich ähnlich geäußert – auch er plädierte für einen anderen Ort beim nächsten Mal: „Jetzt ist es aber genug. Künftig sollen andere Bundesländer Ausrichter des G7-Gipfels sein.“ Der Einsatz sei gut gelaufen, die Strategie aufgegangen. „Die Belastung für die Einsatzkräfte war aber auch ohne Randale enorm.“ Auch aus seiner Sicht war es richtig „bei der Vorbereitung und im Einsatz zu ‚klotzen‘“.

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Nach dem Kraftakt wünscht sich die Gewerkschaft Anerkennung: „Jetzt warten die Polizeibeschäftigten auf ein Signal aus dem Innenministerium, wie der Dank auch greifbar wird.“

RND/dpa

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