„Heißer Herbst statt kalte Füße!“

„Unser Land zuerst“: AfD kündigt Montagsdemos gegen Inflation an

DCX-Bild

Noch im Vorjahr unterstützte die AfD Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern, davor war die Flüchtlingspolitik Schwerpunkt des AfD-Programms. Im kommenden Herbst sollen Montagsdemos vor allem gegen die hohe Inflation ein Zeichen setzen. Die AfD wirft der Bundesregierung Fehlentscheidungen in der Wirtschafts- und Energiepolitik vor.

Berlin. Die AfD will in diesem Herbst montags Demonstrationen gegen die hohe Inflation organisieren, für die sie der Bundesregierung die Verantwortung anlastet. Die Partei, deren Funktionäre in den vergangenen zwei Jahren auch Protestkundgebungen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen organisiert hatten, hat sich dafür das Motto „Heißer Herbst statt kalte Füße!“ ausgedacht, wie der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla am Dienstag mitteilte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auf die Frage, wer denn das Feuer angezündet habe für einen vermeintlich „heißen Herbst“, antwortete Chrupalla, das sei nicht seine Partei gewesen, sondern die Bundesregierung mit ihren Fehlentscheidungen, beispielsweise der sogenannten Gasumlage. Die AfD fordert mit Blick auf eine mögliche Energiekrise eine Inbetriebnahme der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Chrupalla zitierte bei einer Pressekonferenz eine Umfrage von „RTL“ und „ntv“: Der zufolge seien 39 Prozent der Befragten der Meinung, dass Deutschland angesichts der Gasknappheit die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 ermöglichen sollte. Im Osten Deutschlands befürworteten sogar 60 Prozent eine Inbetriebnahme.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Auch Ostbeauftragter der Linken ruft zu Montagsdemos auf

Die AfD werde sich nicht Demonstrationen anschließen, die von anderen Gruppierungen zu diesem Thema organisiert würden, antwortete der Co-Vorsitzende auf Nachfrage. Er betonte: „Wir haben es nicht nötig, dass wir mit den Linken oder den Freien Sachsen auf die Straße gehen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zuvor hatte auch der Ostbeauftragte der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, zu Montagsdemos gegen die Gasumlage und hohe Energiepreise aufgerufen. Der Begriff hat seit der friedlichen Revolution in der DDR und den Leipziger Montagsdemos gegen die SED hohe symbolische Bedeutung. Die Linke versucht ihrerseits, sich von rechten Demonstranten abzugrenzen.

RND/dpa/hyd

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen