„Strategisches Missmanagement“?

Russische Elitetruppe an „bemerkenswerten taktischen Fehlschlägen“ beteiligt

Russische Soldaten gehen durch einen zerstörten Bereich des Iljitsch Eisen- und Stahlwerks Mariupol (Symbolbild).

Russische Soldaten gehen durch einen zerstörten Bereich des Iljitsch Eisen- und Stahlwerks Mariupol (Symbolbild).

Der britische Geheimdienst hat den russischen Luftlandetruppen „mehrere bemerkenswerte taktische Fehlschläge“ seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine attestiert. Die Einschätzung teilte das britische Verteidigungsministerium am Donnerstag auf Twitter.

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Zu den verlustreichen Einsätzen der Truppen zählen demnach der versuchte Vorstoß auf Kiew über den Flugplatz Hostomel im März. Auch die seit April ins Stocken geratenen Fortschritte auf der Izium-Achse und die jüngsten gescheiterten und verlustreichen Überquerungen des Flusses Siwerskyj Donez werten die britischen Geheimdienste in dem kurzen Lagebericht als Scheitern der russischen Luftlandetruppen.

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Die russischen Luftlandetruppen genießen laut dem Bericht einen Elitestatus und werden mit besonders anspruchsvollen Militäroperationen betraut. Die 45.000 Personen starke Truppe besteht demnach überwiegend aus professionellen Vertragssoldaten, die eine bessere Bezahlung erhalten.

Britische Geheimdienste sehen ein „Versagen Russlands“

Nach Einschätzung des britischen Geheimdienstes soll die Eliteeinheit in der Ukraine wiederholt mit Einsätzen beauftragt worden sein, für die schwerere gepanzerte Infanterie besser geeignet gewesen wäre. Dies habe zu schweren Verlusten geführt. Die Fehlschläge würden auch ein „strategisches Missmanagement“ sowie das „Versagen Russlands bei der Sicherung der Luftüberlegenheit“ widerspiegeln, heißt es in dem Lagebericht.

Laut der Geheimdienste hätten die Investitionen des russischen Präsidenten in den vergangenen 15 Jahren zu einer unausgewogenen Gesamtstreitkraft geführt. Zudem habe das Versäumnis, den ukrainischen Widerstand vorherzusehen, zu erheblichen Verlusten bei vielen der russischen Eliteeinheiten geführt.

Bereits im Mai hatten britische Geheimdienste über hohe Verluste bei den Elitetruppen wie den Fallschirmjägern berichtet. Es könne Jahre dauern, bis Russland seine alte Kampfstärke wiederhergestellt habe, hieß es damals. Seit Wochen veröffentlicht die britische Regierung regelmäßig Geheimdienstinformationen zum Verlauf des Angriffskriegs.

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RND/dpa/ar

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