Missionare in Haiti gekidnappt: Entführer fordern 17 Millionen Dollar Lösegeld

„Free the Americans“ (Befreit die Amerikaner), steht auf dem Plakat, das ein Junge während einer Kundgebung nach der Entführung von Missionaren hoch hält. Missionare der Hilfsorganisation Christian Aid Ministries aus den Kanada und den USA waren in Haiti entführt worden.

„Free the Americans“ (Befreit die Amerikaner), steht auf dem Plakat, das ein Junge während einer Kundgebung nach der Entführung von Missionaren hoch hält. Missionare der Hilfsorganisation Christian Aid Ministries aus den Kanada und den USA waren in Haiti entführt worden.

Port-au-Prince. Nach der Entführung von christlichen Missionaren aus den USA und Kanada in Haiti hat die verantwortliche Verbrecherbande 17 Millionen US-Dollar (umgerechnet 14,6 Millionen Euro) Lösegeld gefordert. Die Entführer von der Bande namens 400 Mawozo wollten je eine Million Dollar für die 17 Verschleppten, erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Dienstag aus Regierungskreisen in Haiti. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ darüber berichtet.

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Die christliche Organisation aus den USA, für die sie tätig waren, bestätigte die Summe ebenfalls und teilte mit, die entführten Erwachsenen seien 18 bis 48 Jahre alt. Verschleppt worden seien zudem Kinder im Alter von acht Monaten, drei, sechs, 13 und 15 Jahren.

FBI sucht entführten Missionare

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte am Dienstag, die US-Bundespolizei FBI sei Teil einer koordinierten Anstrengung der US-Regierung, die Entführungsopfer in Sicherheit zu bringen. Offenbar seien gezielt US-Staatsbürger ausgewählt worden, weil diese sich vermeintlich das Lösegeld leisten könnten, sagte Psaki. Sie verwies darauf, dass die USA von Reisen nach Haiti abraten. Die Missionare wurden am Samstag während eines Besuchs in einem Waisenhaus entführt.

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Es ist die größte bekannte Entführung dieser Art in den vergangenen Jahren. Mindestens 328 Entführungen wurden der haitianischen Polizei allerdings in den ersten acht Monaten des Jahres 2021 schon gemeldet, verglichen mit 234 im gesamten Jahr 2020, wie aus einem Bericht des Integrierten Büros der Vereinten Nationen in Haiti vom September hervorgeht.

UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte, der Anstieg der Bandengewalt habe die Hilfsbemühungen in Haiti beeinträchtigt. Nach der Ermordung des Präsidenten Jovenel Moïse am 7. Juli suchte am 14. August ein Erdbeben der Stärke 7,2 Haiti heim, durch das mehr als 2200 Menschen getötet wurden.

RND/AP

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