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Nach Urteil

Finanzministerium bestätigt weitere Steuerfreiheit für Sportvereine

Der Greenkeeper vom SV Germania Grasdorf mäht am frühen Morgen im Licht der aufgehenden Sonne einen Fußballplatz in der Region Hannover (Symbolbild).

Berlin. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Umsatzsteuerpflicht von Sportvereinen, das für erhebliche Verunsicherung gesorgt hat, hat das Bundesfinanzministerium eine weitere Steuerfreiheit bestätigt. „Unsere vielen gemeinnützigen Sportvereine können sich sicher sein: Es drohen ihnen nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs keine finanziellen Probleme“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Katja Hessel, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Bald müssen auch die letzten Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung für 2020 einreichen. Hauseigentümerinnen und -eigentümer sowie Mietende können bei der Steuer einige Ausgaben geltend machen. Einige könnten von einer Corona-Sonderreglung profitieren.

„Die vielen Ehrenamtlichen und die gewachsenen Strukturen der Sportvereine sind für unsere Gesellschaft unerlässlich“, betonte sie. Das würdigt das deutsche Steuerrecht zu Recht mit umfassenden Steuerbefreiungen. „Daran wird sich auch nichts ändern: Weder besteht nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs eine allgemeine Rechtsunsicherheit für Sportvereine noch die Gefahr einer Steuernachzahlung“, versicherte die Finanzexpertin.

Sportvereine könnten ihren Mitgliedern weiterhin neben dem eigentlichen Sportangebot auch „Leistungen in engem Zusammenhang mit Sport“ anbieten, ohne dass dabei Umsatzsteuer anfalle, erläuterte Hessel. „Wir werden aber natürlich trotzdem zusammen mit den Ländern prüfen, ob es im Einzelnen einen Handlungsbedarf durch die geänderte Rechtsprechung geben könnte“, kündigte sie an.

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Die meisten Sportvereine sind als gemeinnützig anerkannt

In Deutschland gibt es mehr als 87.000 Sportvereine, die meisten von ihnen sind vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Lange war unstrittig, dass sie weder auf die Mitgliedsbeiträge noch auf sonstige Angebote für ihre Mitglieder Umsatzsteuer zahlen müssen.

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Der BFH hatte allerdings im April anders geurteilt: Im konkreten Fall ging es um einen Golfverein, der neben Mitgliedsbeiträgen auch Einnahmen unter anderem aus Gebühren für die Nutzung des Golfplatzes oder dem Vermieten von Caddys erzielte. Hier bejahte der BFH die Umsatzsteuerpflicht.

Das Urteil des BFH betrifft grundsätzlich alle Sportvereine. Das Gericht wies aber selbst darauf hin, dass der Gesetzgeber durch eine Klarstellung beziehungsweise Änderung der Regelungen eine Umsatzsteuerpflicht auch in Zukunft ausschließen kann. Die Aussagen von Hessel gehen nun genau in diese Richtung.

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