Botschaft an „Volksrepublik"-Chef

Putin: Ukraine soll Separatistengebiete nie wieder kontrollieren

Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik über AP veröffentlichte Pool-Foto zeigt Wladimir Putin, Präsident von Russland, der per Videokonferenz eine Sitzung des Kuratoriums der Bildungsstiftung „Talent und Erfolg" im Sirius-Bildungszentrum für begabte Kinder leitet. (Archivbild)

Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin will sicherstellen, dass von Separatisten gehaltene Territorien im ukrainischen Donbass niemals wieder unter die Kontrolle der Ukraine geraten.

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Das sicherte er dem Oberhaupt der selbsterklärten Volksrepublik von Luhansk, Leonid Passetschnik, in einer Botschaft am Donnerstag zu. Russland hatte die Separatisten im industriellen Kernland der Ukraine seit Jahren unterstützt und die von ihnen gehaltenen Gebiete in den Donbass-Regionen Luhansk und Donezk vor der Invasion als unabhängig anerkannt.

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Laut der am Donnerstag vom Kreml veröffentlichten Botschaft sagte Putin: „Ich bin sicher, dass wir durch unsere gemeinsamen Bemühungen die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität (der Volksrepublik Luhansk) verteidigen werden.“ Passetschnik erklärte seinerseits, man wolle niemals unter ukrainische Kontrolle zurückkehren, und die meisten der Einwohner wollten, dass das Separatistengebiet ein Teil Russlands werde.

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Moskau hat versucht, seine Offensive in der Ukraine unter anderem mit der Behauptung zu rechtfertigen, Kiew habe geplant, die Separatistengebiete anzugreifen. Russland sei eingeschritten, um die Menschen dort zu schützen.

Ebenfalls am Donnerstag sagte Putin, Russland werde den harten westlichen Sanktionen widerstehen, die in Reaktion auf den russischen Angriffskrieg verhängt wurden. Zugleich gab er an, dass die Sanktionen eine globale Wirtschaftskrise provozierten. Bei einem Treffen zur Lage der Wirtschaft sagte er, westliche Nationen seien „getrieben von überdimensionierten politischen Ambitionen und Russophobie“. Die von ihnen verhängten Maßnahmen träfen „ihre eigenen Volkswirtschaften und das Wohlergehen ihrer Bürger“, sowie Menschen in den ärmsten Ländern der Welt.

RND/AP

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