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Metall, Kohle, Dünger, Getreide

Russland diskutiert Rubelzahlungen auch für andere Rohstoffe

ARCHIV - 28.02.2022, Bayern, München: Russische Rubel-Banknoten liegen auf einem Tisch.

Moskau. Nach dem angekündigten Übergang zu Rubelzahlungen für russisches Gas diskutiert Moskau nun über eine Ausweitung der Praxis auf den Export von anderen Rohstoffen und Waren. Kremlsprecher Dmitri Peskow begrüßte eine solche Initiative von Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin, der vorschlug, auch Öl und weitere Rohstoffe in Rubel begleichen zu lassen. Die Verwendung der nationalen Währung sei unausweichlich, meinte Peskow am Mittwoch. Das Prestige des Dollar sei „ziemlich ins Wanken“ geraten.

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Der russische Präsident Wladimir Putin hatte erklärt, dass wegen der Sanktionen des Westens und des Einfrierens staatlicher Reserven für Moskau Euro und Dollar keinen Wert mehr hätten. Es wird erwartet, dass der Kremlchef an diesem Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern des Gasriesen Gazprom und der russischen Zentralbank erklärt, ab wann genau westliche Kunden in Rubel bezahlen sollen.

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Parlamentschef Wolodin sagte, im Export sollten andere Rohstoffe wie Metalle und Kohle sowie Waren wie Dünger und Getreide ebenfalls in Rubel bezahlt werden. „Die europäischen Staaten haben alle Marktinstrumente, um in Rubel zu bezahlen“, schrieb Wolodin bei Telegram. „Eine Zusammenarbeit sollte für beide Seiten Vorteile haben.“ Der durch die Sanktionen des Westens zuletzt unter Druck geratene Rubel hat seit Putins Ankündigung wieder deutlich an Wert gegenüber dem Dollar und dem Euro gewonnen.

Wolodin sagte, die europäischen Staaten sollten endlich aufhören, nach Begründungen zu suchen, warum Zahlungen in Rubel angeblich nicht möglich seien - und einfach zahlen. Deutschland etwa hatte mit Blick auf die vereinbarten Gaslieferungen Russland Vertragsbruch vorgeworfen, weil keine Rubelzahlungen vorgesehen seien. „Wenn Sie Gas erhalten wollen, dann suchen Sie Rubel“, schrieb Wolodin.

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Rubel-Umstellung verzögert sich

Die Umstellung der Zahlungen für russisches Gas auf Rubel wird nach Angaben des Kreml einige Zeit in Anspruch nehmen. Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch, die Umstellung werde ein langwieriger Prozess sein. Einen konkreten Zeitrahmen nannte er nicht, wies aber darauf hin, dass es im Gashandel immer eine Lücke zwischen Lieferungen und Zahlungen gebe. Die Regierung werde bald die Einzelheiten des neuen vorgeschlagenen Zahlungssystems bekannt geben.

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Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Regierung angewiesen, bis Freitag die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit die europäischen Kunden das russische Gas in Rubel und nicht in westlichen Währungen bezahlen. Der Westen hat die Forderung abgelehnt.

RND/dpa

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