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Teile aus Geschirrspülern und Kühlschränken

USA: Russland repariert Panzer mit Computerchips aus Haushaltsgeräten

Russische Panzer (Symbolfoto).

Laut den USA hat Russland stark mit den verhängten Wirtschaftssanktionen des Westens zu kämpfen. Die Armee des Kremls soll bereits Computerchips aus Haushaltsgeräten für ihre militärische Ausrüstung nutzen, wie Handelsministerin Gina Raimondo am Mittwoch bei einer Anhörung im Senat mitteilte. Darüber berichtete die „Washington Post“.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

„Wir haben Berichte von Ukrainern, dass, wenn sie russische Militärausrüstung auf dem Boden finden, diese mit Halbleitern gefüllt ist, die sie aus Geschirrspülern und Kühlschränken entfernt haben“, sagte Raimondo. Sie verwies darauf, vor Kurzem den ukrainischen Premierminister Denys Schmyhal getroffen zu haben. Ukrainische Beamte sollen besagte Chips in Panzern gefunden haben.

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Raimondo: Technologieexporte nach Russland stark gesunken

Seit Beginn der Sanktionen im Februar seien die Technologieexporte der USA Richtung Russland um 70 Prozent gesunken, betonte Raimondo. Ihr Ministerium ist für die Exportkontrollen zuständig.

„Unser Ansatz bestand darin, Russland Technologie zu verweigern – Technologie, die ihre Fähigkeit zur Fortsetzung einer Militäroperation lähmen würde. Und genau das tun wir“, so die Handelsministerin. Sie verwies auch darauf, dass in Russland jüngst zwei Panzerfabriken wegen Materialmangel hätten schließen müssen.

Selenskyj sieht Fortschritte bei internationalen Sicherheitsgarantien an Ukraine

Die Ukraine bemüht sich unterdessen, die schwer verwundeten Soldaten aus dem Werk Azovstal zu evakuieren.

Russland von Chipimporten abhängig

Computerchips sind essenziell für jegliche moderne Elektronik von Spülmaschinen bis Kampfjets. Russland produziert nur wenig davon selbst. Es gilt als abhängig von Importen aus Asien und dem Westen. Als Reaktion auf den Angriffskrieg in der Ukraine haben zahlreiche Staaten Exportstopps verhängt, die auch das für Chips benötigte Material betreffen. Infolge haben viele wichtige Unternehmen ihr Geschäft in Russland eingestellt. So verkündeten etwa Microsoft und der Chiphersteller Intel Anfang März, dort keine Kunden mehr zu beliefern.

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Der Ökonom Artem Kochnev vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche gab im Februar gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) die Einschätzung ab, dass Russlands Wirtschaft vor allem wegen Mängeln in der Hochtechnologie langfristig Schaden nehmen wird.

RND/sf

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