21-Jähriger an Schussverletzung gestorben

Schusswechsel im Westjordanland: Palästinenser bei israelischer Razzia getötet

Bei einer israelischen Militäraktion im Westjordanland soll ein Palästinenser erschossen worden sein. Bild: Ein Mann nimmt an einer Beerdigung teil und betete, während ein Maschinengewehr vor ihm liegt (Jenin, Palästinensische Autonomiegebiete).

Bei einer israelischen Militäraktion im Westjordanland soll ein Palästinenser erschossen worden sein. Bild: Ein Mann nimmt an einer Beerdigung teil und betete, während ein Maschinengewehr vor ihm liegt (Jenin, Palästinensische Autonomiegebiete).

Bei einem Feuergefecht im besetzten Westjordanland haben israelische Truppen nach palästinensischen Angaben am Mittwoch einen Palästinenser getötet. Der Schusswechsel ereignete sich bei einer israelischen Razzia in einem Flüchtlingslager nahe der Stadt Tubas.

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21-Jähriger an Schussverletzung gestorben

Das israelische Militär erklärte, im Rahmen seines seit Monaten andauernden Vorgehens gegen palästinensische Extremisten seien Razzien im gesamten Westjordanland durchgeführt worden. Während der Festnahme einer gesuchten Person im Flüchtlingslager Faraa seien die Soldaten unter Beschuss geraten.

Das palästinensische Gesundheitsministerium erklärte, ein 21-Jähriger sei an einer Schussverletzung am Brustkorb gestorben. Ob er an den Zusammenstößen mit den israelischen Truppen beteiligt war, war zunächst offen.

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Streit um Westjordanland

Israel führt seit Monaten fast täglich Razzien im Westjordanland durch und reagiert damit auf eine Reihe von tödlichen Angriffen auf Israelis, bei denen in diesem Jahr 19 Menschen getötet wurden. In dieser Zeit wurden Dutzende Palästinenser getötet, darunter viele Extremisten oder an Zusammenstößen beteiligte Menschen, aber auch Zivilisten. Nach israelischen Angaben zielen die Aktionen auf Terrornetzwerke. Palästinenser werfen Israel dagegen vor, mit den Einsätzen seine Herrschaft über große Teile des Westjordanlandes zementieren zu wollen.

Israel hat das Westjordanland im Nahostkrieg von 1967 erobert und seither Dutzende Siedlungen dort gebaut. Ein Großteil der internationalen Gemeinschaft betrachtet die Siedlungen als illegal und als Hindernis für einen Frieden mit den Palästinensern. Diese beanspruchen das Gebiet als Herzstück eines künftigen eigenen Staats.

RND/AP

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