Nach Bombenangriff

Selenskyj: Noch immer Hunderte unter Trümmern in Mariupol

HANDOUT - 17.03.2022, Ukraine, Mariupol: Dieses vom Asow-Bataillon zur Verfügung gestellte Bild zeigt das nach Beschuss beschädigte Theater in Mariupol.

Mariupol. Zwei Tage nach dem schweren Bombenangriff auf ein Theater in der belagerten ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch immer Hunderte Menschen unter den Trümmern begraben.

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In einer Videobotschaft aus Kiew versicherte das Staatsoberhaupt am Freitag: „Trotz des Beschusses, trotz aller Schwierigkeiten werden wir die Rettungsarbeiten fortsetzen.“ Am Donnerstag seien 130 Menschen lebend aus dem Gebäude gerettet worden.

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Zum Schicksal der Verschütteten gibt es kaum Informationen. Der Parlamentsabgeordnete Serhij Taruta schrieb bei Facebook, es sei noch unklar, wie viele Menschen verletzt oder getötet worden seien. Auch Retter und Bergungskräfte hätten unter Angriffen gelitten. „Viele Ärzte wurden getötet.“

In dem Theater hatten nach ukrainischen Angaben über 1.000 Menschen Schutz vor den russischen Streitkräften versteckt. „Die Russen müssen gewusst haben, dass dies ein ziviler Unterschlupf war“, schrieb der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba auf Twitter. Später deckten Satellitenbilder auf, dass vor dem Theater mit einer Aufschrift auf die darin befindlichen Kinder aufmerksam gemacht worden sei. Auch Fotos, die laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch vom Tag vor dem Angriff stammen, zeigen die entsprechende Aufschrift.

14.03.2022, Ukraine, Mariupol: Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt das Schauspielhaus von Mariupol am Montag den 14. März 2022. Ukrainischen Behördenangaben zufolge haben sich mehr als 1000 Menschen in dem Theater in der ukrainischen Stadt Mariupol befunden, das am Mittwoch Ziel eines wohl verheerenden Bombenangriffs geworden ist. Foto: Uncredited/Maxar Technologies/dpa

14.03.2022, Ukraine, Mariupol: Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt das Schauspielhaus von Mariupol am Montag den 14. März 2022. Ukrainischen Behördenangaben zufolge haben sich mehr als 1000 Menschen in dem Theater in der ukrainischen Stadt Mariupol befunden, das am Mittwoch Ziel eines wohl verheerenden Bombenangriffs geworden ist. Foto: Uncredited/Maxar Technologies/dpa

Das Gebäude wurde ukrainischen Angaben zufolge durch einen gezielten russischen Bombenabwurf weitgehend zerstört. Russland macht ukrainische Nationalisten verantwortlich.

RND/dpa

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