„Ich freue mich darauf, bald wieder nach Hause zu kommen“

Nach Behandlung in Deutschland: Verletzter Soldat kehrt bald in die Ukraine zurück

Soldaten der ukrainischen Armee auf einem gepanzerten Militärfahrzeug.

Soldaten der ukrainischen Armee auf einem gepanzerten Militärfahrzeug.

Bochum. Nach einer medizinischen Behandlung im Ruhrgebiet kehrt der ukrainische Berufssoldat Aleksandr Shepieliev in wenigen Tagen in seine Heimat zurück. „Ich freue mich darauf, bald wieder nach Hause zu kommen und meine Familie und vielleicht auch meine Kameraden wiederzusehen“, sagte der 21 Jahre alte Armee-Offizier am Freitag in Bochum.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle aktuellen News und Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine lesen Sie in unserem Liveblog. +++

Am 8. April war der junge Leutnant der ukrainischen Armee bei einem russischen Bombenangriff im ostukrainischen Ort Rubischne schwer verletzt worden. Zahlreiche Granatsplitter durchbohren seine Beine. Zwölfmal wurde Aleksandr in der Ukraine operiert. Unter anderem wurde eine zerrissene Arterie geflickt.

„Es war großes Glück, dass ich nach Bochum gekommen bin“

Shepieliev

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Sein rechtes Bein stand dennoch kurz vor der Amputation, ehe er intervenierte. Schließlich kam der Soldat vor drei Monaten gemeinsam mit 30 verletzten Landsleuten nach Nordrhein-Westfalen, wo sie auf verschiedene Krankenhäuser verteilt wurden. „Es war großes Glück, dass ich nach Bochum gekommen bin“, betonte Shepieliev.

Ukrainischer Soldat will so schnell wie möglich zurück an die Front

Im Bochumer St. Josef-Hospital kam ihm ein spezielles Nerven-Ultraschallgerät (Nervensonographie) zugute, das bundesweit bisher wenig zur Diagnose von strukturellen Verletzungen der Nerven genutzt wird.

Prof. Dr. Christos Krogias, Oberarzt in der Bochumer Uniklinik für Neurologie und Chef der Schlaganfallstation, ist Spezialist für Ultraschall-Medizin. „Das Problem bei Aleksandr war, dass er seinen rechten Fuß nicht mehr heben beziehungsweise hochziehen konnte“, erklärte Krogias. Erst per Ultraschall entdeckte Krogias, wo die Ursache lag. Ein winziger Granatsplitter hatte sich im Nerv eingenistet und so die Reizweiterleitung verhindert.

„Der Krieg ist ja noch nicht vorbei, er kann noch lange dauern“

Shepieliev

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nachdem der Splitter in der Neurochirurgie in Essen entfernt worden war, ging es bergauf. Am liebsten würde Shepieliev nach eigenen Bekunden sofort zurück an die Front, um sein Land gegen den russischen Aggressor zu verteidigen. Aber er weiß, dass das noch nicht geht. Erstmal geht es am kommenden Mittwoch nach Hause. „Der Krieg ist ja noch nicht vorbei, er kann noch lange dauern.“

RND/dpa

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen