RND-Videointerview

„Halte das nicht für eine gute Idee“: Thorsten Frei gegen Verlängerung des 9-Euro-Tickets

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag: Thorsten Frei im RND-Interview.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag: Thorsten Frei im RND-Interview.

Berlin. Der Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, hat sich gegen eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets ausgesprochen und stattdessen Investitionen in den Nahverkehr gefordert. „Ich halte das nicht für eine gute Idee“, sagte Frei im Videointerview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zu den Forderungen nach einer Fortführung des 9-Euro-Tickets.

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Es gebe nicht das Problem, dass man die Menschen im Nahverkehrsbereich wegen zu hoher Kosten entlasten müsse, argumentierte der CDU-Politiker. Aus seiner Sicht ist es „sehr viel klüger“, in den Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur zu investieren und zusätzliches Wagenmaterial zu beschaffen, damit man die zusätzlichen Fahrgäste angemessen und pünktlich zum Ziel bringen könne. „Wir haben das ja im Sommer erlebt, dass durch das 9-Euro-Ticket zwar viele Menschen umgestiegen sind, aber die Infrastruktur einfach nicht mitgewachsen ist“, sagte Frei.

Thorsten Frei gegen mögliche Verlängerung des 9-Euro-Tickets

Der Parlamentsgeschäftsführer der Union, Thorsten Frei spricht sich im RND-Interview gegen eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets aus.

„Bis jetzt haben wir nur ein Strohfeuer erlebt.“ Der CDU-Politiker zeigte sich überzeugt, dass der ÖPNV „auf jeden Fall“ attraktiv sei, wenn man ihn richtig mache. „Alleine schon, wenn die Züge und Busse pünktlich wären, hätten sie einen großen Vorteil gegenüber dem Auto.“ Frei ergänzte: „Ich bin davon überzeugt, gerade Pendler werden nur umsteigen, wenn sie auch ein gutes Angebot vorfinden.“

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Frei zu Kretschmer-Forderung: „Mit Sicherheit nicht CDU-Meinung“

Die Forderung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einem Einfrieren des Ukraine-Kriegs wies Frei dagegen zurück. „Das ist mit Sicherheit nicht die CDU-Meinung“, sagte Frei im Interview.

„Ein Einfrieren des Krieges würde dazu führen, dass der Aggressor seine Ziele erreichen würde. Denn die Geländegewinne, die er durch Angriffe erreicht hat, die würden ihm ja dann verbleiben“, betonte Frei weiter. Alle wünschten sich sehr schnell ein Ende dieses Krieges und eine Lösung auf dem Verhandlungsweg. „Die Frage ist nur, wie man so etwas erreicht. Erstens habe ich derzeit nicht den Eindruck, dass insbesondere Russland verhandlungsbereit wäre und zweitens wäre es auch nicht angemessen, wenn wir versuchen würden, eine Lösung zu erreichen auf dem Rücken der Ukraine, was am Ende zu einem Diktatfrieden führen würde“, erklärte Frei.

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Dies wäre gegenüber der Ukraine „zynisch und unangemessen“ und es würde auch „unseren eigenen Interessen fundamental widersprechen“, betonte der CDU-Politiker. „Denn am Ende des Tages würde das ja auch bedeuten: Wir haben wieder das Recht des Stärkeren“, sagte Frei und verwies darauf, dass dies das Ende der Nachkriegsfriedensordnung in Europa wäre.

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