Azovstal-Kämpfer zurück in der Heimat

„Unsere Helden sind frei“: Ukraine und Russland tauschen mehr als 200 Gefangene aus

Das von der Pressestelle des Asow-Regiments der ukrainischen Nationalgarde über AP zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen verwundeten ukrainischen Soldaten, der im Stahlwerk Azovstal sitzt und das Peace-Zeichen zeigt.

Das von der Pressestelle des Asow-Regiments der ukrainischen Nationalgarde über AP zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen verwundeten ukrainischen Soldaten, der im Stahlwerk Azovstal sitzt und das Peace-Zeichen zeigt.

Kiew. Nach fast sieben Monaten Krieg haben die Ukraine und Russland einen großen Gefangenentausch verkündet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle aktuellen News im Liveblog +++

205 Ukrainer kehrten aus russischer Gefangenschaft zurück, wie der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Die von Moskau gesteuerten Separatisten in der Ostukraine gaben zehn Ausländer frei, die nach Vermittlung Saudi-Arabiens nach Riad ausgeflogen wurden. Die Ukraine ließ Jermak zufolge ihrerseits 55 russische Soldaten frei, die in der Offensive im Gebiet Charkiw Anfang September gefangen genommen worden waren.

Auf diesem vom Presseamt des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Bild sitzt der Oligarch Viktor Medwedtschuk, ehemaliger Vorsitzender einer prorussischen Oppositionspartei und enger Vertrauter des russischen Staatschefs Putin, in Handschellen auf einem Stuhl, nachdem er im Rahmen eines Sondereinsatzes des ukrainischen Geheimdienstes SBU festgenommen wurde. (Archivbild)

Auf diesem vom Presseamt des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Bild sitzt der Oligarch Viktor Medwedtschuk, ehemaliger Vorsitzender einer prorussischen Oppositionspartei und enger Vertrauter des russischen Staatschefs Putin, in Handschellen auf einem Stuhl, nachdem er im Rahmen eines Sondereinsatzes des ukrainischen Geheimdienstes SBU festgenommen wurde. (Archivbild)

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das russische Verteidigungsministerium hat die Freilassung ihrer Soldaten bestätigt. Es handele sich um Soldaten der russischen Armee und um Soldaten der Separatistengebiete Donezk und Luhansk, sagte Sprecher Igor Konaschenkow am Donnerstag in Moskau. Sie seien nach Russland gebracht worden zur Behandlung in Militärkrankenhäusern.

Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj sprach von der Freilassung von 215 Ukrainern und ausländischen Staatsbürgern. 200 der Gefangenen seien im Austausch für den prorussischen Politiker Viktor Medwedtschuk, einem Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin, auf freien Fuß gekommen, sagte Selenskyj in der Nacht auf Donnerstag in seiner regelmäßigen Videobotschaft. Medwedtschuk ist der ehemalige Vorsitzende einer prorussischen Oppositionspartei in der Ukraine und gilt als Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin.

Russland und Ukraine tauschen überraschend fast 300 Gefangene aus

Nach fast sieben Monaten Krieg haben die Ukraine und Russland einen großen Gefangenentausch verkündet.

Auch Azovstal-Kommandeure zurück in der Heimat

Zu den ukrainischen Heimkehrern zählten laut Jermak die Kommandeure der Verteidigung von Mariupol, die verschanzt im Stahlwerk Azovstal bis Mitte Mai Widerstand gegen die russischen Eroberer geleistet hatten. „Unsere Helden sind frei“, schrieb er auf Telegram.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, der Austausch sei unter Vermittlung der Türkei zustande gekommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend meldete. Erdogan nannte die Einigung demnach einen „wichtigen Schritt“ hin zu einer Beendigung des Kriegs in der Ukraine.

Fünf Briten aus Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt

Auch fünf Briten sind nach Monaten in der Kriegsgefangenschaft in der Ostukraine in die Heimat zurückgekehrt. Die Männer seien am Donnerstag auf dem Flughafen London-Heathrow gelandet, berichtete die BBC. Dort hätten sie dann auch ihre Familien wiedergesehen. Sie freuten sich „nach dieser schrecklichen Tortur auf die Normalität mit ihren Familien“, sagte Dominik Byrne von der Organisation Presidium Network, die die Angehörigen unterstützt.

RND/dpa/AP

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken