„Mit Persönlichkeit und Promi-Status ist es nicht getan“

Republikaner in den USA: Erste Konkurrenten distanzieren sich von „Verlierer“ Trump

Mike Pence, Ex-Vizepräsident der USA, während er in der Ronald Reagan Presidential Library & Museum spricht (Archivbild). Pence gilt als möglicher Trump-Konkuerrent.

Mike Pence, Ex-Vizepräsident der USA, während er in der Ronald Reagan Presidential Library & Museum spricht (Archivbild). Pence gilt als möglicher Trump-Konkuerrent.

Las Vegas. Bei einem hochkarätig besetzten Treffen mit Wahlkampfspendern und Mitgliedern der Republikanischen Partei in Las Vegas haben sich gleich mehrere potenzielle Präsidentschaftsanwärter klar von Ex-Präsident Donald Trump abgegrenzt. „In meinen Augen ist er jetzt ein Verlierer“, sagte der ehemalige Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, mit Blick auf die Ergebnisse der Kongresswahl vergangener Woche in einem Interview vor Beginn der jährlichen Konferenz der Republican Jewish Coaliton.

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Trumps früherer Außenminister Mike Pompeo teilte auf Twitter einen Seitenhieb gegen seinen früheren Chef aus, bevor er am Freitag anreiste: „Uns wurde gesagt, wir würden das Gewinnen satt haben. Ich habe das Verlieren satt.“ Auf der Bühne sagte er dann am Freitagabend (Ortszeit): „Mit Persönlichkeit und Promi-Status ist es einfach nicht getan.“

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Einer der Hauptredner am Freitag war Trumps ehemaliger Vizepräsident Mike Pence, dem ebenfalls Ambitionen auf das Weiße Haus nachgesagt werden. Er verwies zwar auf die Errungenschaften unter Trump, sagte aber auch: „Um die Zukunft zu gewinnen, müssen wir als Republikaner und gewählte Anführer mehr tun, als zu kritisieren und uns zu beschweren.“ Christie erklärte in seinem Interview, man müsse die gesamte Wählerschaft im Auge haben. „Ich glaube nicht, dass es einen Demokraten gibt, den er (Trump) schlagen kann, denn er ist für Wähler in den Vorstädten jetzt auf einer persönlichen Ebene toxisch, und das hat er sich verdient.“

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Früherer US-Vizepräsident Pence erwägt Präsidentschaftskandidatur 2024

Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence erwägt eine Kandidatur für den Chefsessel im Weißen Haus und zeigt sich auch bereit, gegen Donald Trump anzutreten.

Aktivisten und große konservative Geldgeber

Bei dem Treffen der Republican Jewish Coalition kommen jedes Jahr Aktivisten und große konservative Geldgeber aus der jüdischen Gemeinde in den USA mit republikanischen Politikern zusammen. Einigen gilt die Konferenz als inoffizieller Auftakt der Vorwahlsaison. Trump sollte dort am Samstag per Videoschalte sprechen. Andere wie der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, waren direkt vor Ort, um für ihr potenzielles Antreten in den republikanischen Vorwahlen für den Präsidentschaftskandidaten Geldgeber zu finden.

Larry Hogan, der Gouverneur von Maryland und ebenfalls möglicher Anwärter auf eine Präsidentschaftskandidatur 2024, brachte die Stimmung gegenüber Trump auf den Punkt: „Möglicherweise ist da ein bisschen Blut im Wasser und die Haie kreisen herum“.

Der Gouverneur von New Hampshire, Chris Sununu, sagte mit Bezug auf den am Freitag eingesetzten Sonderermittler für Untersuchungen gegen Trump: „Jeder wird sich jetzt zurücklehnen und sich die Show anschauen.“

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Breite Republikaner-Front könnte Trumps Comeback erschweren

Unter den republikanischen Wählern hat Trump nach wie vor viel Zuspruch und durch viele kleine Spenden von ihnen ist er auch nicht unbedingt auf die großen Geldgeber oder andere Spitzenrepublikaner angewiesen. Auch 2016 setzte er sich gegen alle Erwartungen in den parteiinternen Vorwahlen durch. Aber eine breite Front gegen ihn könnte Trump die Rückkehr ins Weiße Haus diesmal deutlich erschweren.

Der Exekutivdirektor der Republican Jewish Coalition, Matt Brooks, sagte, Trump habe in seinen vier Jahren als Präsident viel erreicht, unter anderem für die Interessen der jüdischen Amerikaner. „Er war der am meisten pro-israelisch eingestellte Präsident jemals“, sagte Brooks. Für die Teilnehmer der Konferenz gehe es aber nun um die Zukunft. „Für einige von ihnen ist Präsident Trump möglicherweise die Antwort. Andere sind interessiert daran, was die anderen zu sagen haben.“

RND/AP

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