Geschenke bleiben Staatseigentum

Wegen fehlendem Unterhalt: Südkoreas Ex-Präsident will nordkoreanische Hunde abgeben

Der ehemalige Präsident von Südkorea, Moon Jae In, mit dem Machthaber von Nordkorea Kim Jon Un (l.), im April 2018.

Der ehemalige Präsident von Südkorea, Moon Jae In, mit dem Machthaber von Nordkorea Kim Jon Un (l.), im April 2018.

Seoul. Südkoreas früherer Präsident Moon Jae In will sich wegen ausbleibender staatlicher Zuschüsse von zwei geschenkten Jagdhunden aus dem kommunistischen Nordkorea trennen.

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Moon habe sich in den sozialen Medien enttäuscht darüber geäußert, die beiden Hunde Songgang und Gomi, die er aufgezogen habe, an die jetzige Regierung in Seoul zurückgeben zu müssen, berichtete die Zeitung „The Korea Times“ am Dienstag.

Moon hatte das männliche und weibliche Exemplar der nordkoreanischen Hunderasse Pungsan von Machthaber Kim Jong Un nach ihrem Gipfeltreffen im September 2018 in Pjöngjang als Geschenk und als Zeichen der Annäherung erhalten.

Laut südkoreanischem Gesetz sind jedoch Geschenke, die öffentliche Bedienstete einschließlich des Präsidenten während ihrer Amtszeit erhalten, Staatseigentum.

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Moon hatte die beiden weißen Hunde während seiner Regierungszeit auf dem Gelände seines Amtssitzes aufgezogen. Bevor er im Mai die Amtsgeschäfte an seinen gewählten Nachfolger Yoon Suk Yeol übergeben hatte, gab es nach Berichten südkoreanischer Medien eine Vereinbarung mit dem Präsidentenarchiv, wonach er die Tiere samt Nachkommenschaft auf Staatskosten betreuen könne.

Das Innenministerium habe eine Verordnung auf den Weg bringen wollen, wonach Moon monatlich 2,5 Millionen Won (etwa 1500 Euro) erhalten würde. Die Pläne seien jedoch aufgrund von Widerständen im Innen- wie im Justizministerium nie umgesetzt worden. Yoons Büro bestritt, irgendetwas damit zu tun zu haben. Sowohl der sozialliberale Moon wie auch sein konservativer Amtsnachfolger gelten als Tierliebhaber.

RND/dpa

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