Er leide schon genug: Verteidiger fordern milde Strafe für Harvey Weinstein

Harvey Weinstein verlässt das Gerichtsgebäude.

Harvey Weinstein verlässt das Gerichtsgebäude.

New York. Die Anwälte des verurteilten Sexualstraftäters Harvey Weinstein haben vor der Bekanntgabe des Strafmaßes um Milde gebeten. Der frühere Filmmogul verdiene Mitleid, weil seine gesellschaftliche Ächtung und ernsthafte gesundheitliche Probleme ihm bereits sehr zu schaffen machten, argumentierten seine Verteidiger am Montag. Weinstein war am 24. Februar von einer Geschworenenjury schuldig gesprochen worden, eine Frau vergewaltigt und eine andere zum Oralsex gezwungen zu haben. Das Strafmaß soll am Mittwoch verkündet werden.

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Weinsteins Verteidiger baten den Richter, eine Strafe von lediglich fünf Jahren Haft in Betracht zu ziehen. Das höchstmögliche Strafmaß für den 67-Jährigen liegt bei 29 Jahren. Weinstein sollte angerechnet werden, dass er einst als einer der mächtigsten Filmproduzenten Hollywoods verschiedene Wohltätigkeitsbelange unterstützt habe, hieß es in einem Schreiben der Verteidiger. Jetzt könne er nicht einmal mehr auf die Straße gehen, ohne angefeindet zu werden. "Er hat jede Möglichkeit verloren, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Um es ganz einfach zu sagen, war sein Absturz historisch, vielleicht sogar einmalig im Zeitalter der sozialen Medien."

Weinstein hat Herzprobleme

Selbst wenn der 67-Jährige eine geringere Haftstrafe bekommen sollte, sei nicht gesagt, dass er seine Entlassung noch erleben werde, argumentierten die Anwälte weiter. Damit könnte es de facto eine lebenslange Haftstrafe sein.

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Weinstein hat Herzprobleme und leidet unter den Auswirkungen einer fehlgeschlagenen Rückenoperation nach einem Autounfall im vergangenen Sommer. Außerdem müssen seine Augen nach Angaben seiner Anwälte behandelt werden, damit er nicht erblindet.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Freitag eine hohe Strafe gefordert, die "die Ernsthaftigkeit der Straftaten reflektiert" und Weinstein "für seinen vollständigen Mangel an Reue für den angerichteten Schaden" bestraft.

RND/AP

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