Parkgebühren in der Innenstadt: Die teuersten Städte in Deutschland

Ein Autofahrer hält eine Dauerparkkarte an einem Parkplatz in Stuttgart an eine Schranke.

Ein Autofahrer hält eine Dauerparkkarte an einem Parkplatz in Stuttgart an eine Schranke.

Autofahren kostet – Parken aber auch. Wer sein Fahrzeug im Zentrum einer deutschen Großstadt abstellt, zahlt durchschnittlich 4 Euro für zwei Stunden. Das hat eine aktuelle Auswertung der Mietwagenplattform billiger-mietwagen.de ergeben. Laut eigenen Angaben wertete das Unternehmen die Parkgebühren der größten 20 Städte in Deutschland aus, berücksichtigte dabei die Daten von 1300 Innenstadtparkmöglichkeiten mit insgesamt mehr als 240.000 Plätzen – und stieß auf erhebliche regionale Unterschiede.

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Parken ist in Hamburg und München am teuersten

So müssen Autofahrerinnen und Autofahrer in Hamburg und München am meisten Kleingeld aus der Mittelkonsole zusammenkratzen. In beiden Städten werden für zwei Stunden Parken durchschnittlich 6 Euro fällig, das sind die höchsten Gebühren in der Auswertung. Besonders teuer: die Tiefgarage am Marienplatz in München (8 Euro für zwei Stunden) sowie ein Stellplatz in der Bleichenhof-Passage in Hamburg (bis zu 9,60 Euro). Mit durchschnittlich jeweils 5 Euro für zwei Parkstunden zählen aber auch Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Berlin zu den teureren Städten.

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Im Ruhrgebiet hingegen kostet das Parken am wenigsten, so das Ergebnis der Auswertung. Im Schnitt 2,85 Euro werden demnach für zwei Stunden in der Innenstadt von Duisburg fällig, in Bochum sind es 2,80 Euro und in Wuppertal 2,50 Euro. Die insgesamt günstigsten Parkplätze fand das Unternehmen in Nürnberg und Duisburg: Dort sollen an manchen Zentrumsparkplätzen nur 50 Cent für zwei Stunden erhoben werden. Wer sein Fahrzeug – unabhängig von der Stadt – in einem City-Hotel abstellt, bezahlt übrigens am meisten: etwa 10 bis 25 Euro. Das liegt daran, dass hier meist unabhängig von der tatsächlichen Parkzeit volle 24 Stunden bezahlt werden müssen.

Kostenloses Parken selten in Großstädten

Neben gebührenpflichtigen Parkplätzen fand das Unternehmen aber auch einige kostenlose Parkplätze in deutschen Innenstädten, im Schnitt etwa 10 Prozent. 29 Prozent, also knapp jeder dritte Parkplatz in Bonn, ist gratis. Auch Duisburg (28,2 Prozent), Essen (22,2 Prozent), Bremen (21,6 Prozent) und Nürnberg (20 Prozent) verfügen über eine vergleichsweise hohe Anzahl an gebührenfreien Parkplätzen. Wer hingegen in Köln, Düsseldorf, Hamburg und Dresden kostenlose Parkplätze sucht, wird wohl ewig durch die Straßen kurven – es gibt sie schlichtweg nicht oder nur spätabends und sonntags.

Gebühren hin oder her: Oftmals sind Autofahrende froh, wenn sie in der City überhaupt einen Parkplatz erwischen. Die meisten Innenstadtparkmöglichkeiten bietet laut Auswertung Berlin mit 83 kostenpflichtigen (dazu zählen Hotels, Kauf- und Parkhäuser) und vier gebührenfreien, die insgesamt mehr als 23.000 Plätze stellen. Auch Stuttgart (64 Parkmöglichkeiten, etwa 19.300 Parkplätze), Düsseldorf (47 Parkmöglichkeiten, 18.000 Parkplätze) und Köln (70 Parkmöglichkeiten, knapp 14.400 Parkplätze) bieten vergleichsweise viel Pkw-Platz.

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Wer mit dem Mietwagen falsch parkt, zahlt zusätzliche Gebühren

Ein paar Tipps gibt „billiger-mietwagen“ Autofahrerinnen und Autofahrern für die Parkplatzsuche auch noch mit auf den Weg: So seien die offiziellen, mit Parkleitsystemen ausgeschilderten Angebote der Städte oft eine „gute und sichere Alternative“. Außerdem sollten sich Mietwagenfahrende nicht von hohen Gebühren abschrecken lassen – ein Strafzettel wegen Falschparkens sei durch die zusätzlichen Bearbeitungsgebühren der Mietwagenfirmen erheblich teurer. Wer sich hohe Kosten und Stress bei der Parkplatzsuche sparen möchte, könne zudem auf die oftmals kostenlosen Park-and-Ride-Stationen (P+R) ausweichen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren.

RND/cs

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