Rauchfrei: Spanien will Zigaretten an allen Stränden verbieten

An vielen Stränden auf Mallorca ist das Rauchen bereits verboten.

Der Sommerurlaub an den Stränden Spaniens kann für Raucherinnen und Raucher zur Bewährungsprobe werden: Ein neues Abfallgesetz regelt den Konsum von Zigaretten und anderem Tabak am Strand. Durch die Verordnung werden lokale Behörden dazu animiert, alle Strände zur rauchfreien Zone zu machen, bis zu 2000 Euro Strafe kann ein Zuwiderhandeln kosten, wie „The Times“ und „Daily Mail“ berichten.

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Spanien hat bereits jetzt eines der strengsten Rauchergesetze weltweit: Seit diesem Jahr ist das Rauchen in Innenräumen gänzlich untersagt. An vielen Stränden, etwa auf den Kanaren oder auf Mallorca, gilt bereits ein Rauchverbot am Strand. Das könnte nun ausgeweitet werden, da Gemeinden freie Hand haben, Verbotszonen auszuweisen.

283.000 Spanierinnen und Spanier fordern Rauchverbot am Strand

Die Politik folgt mit dem Vorstoß einer Petition von Bürgerinnen und Bürger. Mehr als 283.000 hatten sich mit ihrer Unterschrift an die Regierung gewandt, um ein Rauchverbot an Stränden durchzusetzen. Nun könnte Spanien also das erste Land in Europa werden, das am Meer komplett auf Kippen verzichten lässt.

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Problematisch ist nicht der Zigarettenkonsum an sich, sondern das Hinterlassen der Stummel am Strand. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass rund 4,5 Billionen Kippen weltweit in der Natur landen, von 2011 bis 2018 waren Zigarettenstummel laut der Meeresschutzorganisation Ocean Conservancy das am häufigsten gefundene Strandgut. Dabei ist nicht nur der in Zigarettenfiltern enthaltene Kunststoff gefährlich für die Umwelt an Land und im Wasser, sondern auch die bis zu 7000 giftigen Stoffe, die sich in Zigaretten finden. Ein Zigarettenstummel kann somit bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen, schreibt der Naturschutzbund.

RND/msk

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