Fußball-Oberliga

1:1 gegen Heider SV: Eine gefühlte Eicheder Niederlage

Morten Wahl (m.) brachte den SV Eichede verdient in Führung.

Morten Wahl (m.) brachte den SV Eichede verdient in Führung.

Eichede. Das Gesicht von Paul Kujawski sprach Bände nach dem Abpfiff im Ernst-Wagener-Stadion. „Ich bin maßlos genervt“, sagte der sichtlich gereizte Trainer vom SV Eichede nach dem 1:1-Unentschieden im Oberliga-Topspiel gegen den bisherigen Spitzenreiter Heider SV – ein glücklicher Punktgewinn für die Gäste aus Dithmarschen.

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„Wir hatten sie komplett im Griff“

Kujawski ärgerte sich über die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft. Unter normalen Umständen gehen die Gastgeber vor 313 Zuschauern als klarer Sieger vom Platz und können gut und gerne 5:1 gewinnen. „Ich bin einfach nur sauer, dass wir das Ding nicht nach Hause bringen, weil wir hier gewinnen müssen. Wir hatten sie komplett im Griff. Leider hat uns Qualität gefehlt, nicht zum ersten Mal“, resümierte der 35-Jährige. „Wenn man so viele Torchancen hat und sie nicht macht, dann muss man sich nicht wundern, wenn man unentschieden spielt.“

Stormarner Chancenwucher

Morten Wahl brachte die Eicheder mit einem im zweiten Versuch verwandelten Handelfmeter in Front (20.). Danach hätten Kapitän Tom Wittig (29., 37.) und Evgenij Bieche (29.) schon alles klar machen können. Die Hausherren dominierten die erste Halbzeit und ließen die Heider nicht zur Entfaltung kommen. „Das war bis dahin unsere beste Saisonleistung“, sagte Richard Arndt nach der Partie. „Es lag einzig an unserer Chancenverwertung. Wir müssen 3:0 führen. Wir treffen teilweise das leere Tor nicht.“ Schon nach acht Minuten wurde ein Tor von Hendrik Ostermann wegen angeblichen Abseits nicht gegeben. Nur eine Minute später vergab Bieche per Kopfball nach einer schönen Flanke von Wittig. Von den Gästen war nur wenig zu sehen, eine enttäusche Vorstellung des angereisten Tabellenführers. „Aufwachen“, rief ein HSV-Fan auf der Tribüne.

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Eicheder Bollwerk gebrochen

Nach dem Seitenwechsel wurde der Regionalliga-Absteiger stärker, blieb aber nur bei Standards gefährlich. So entstand auch das späte 1:1. Nach einer Ecke von Jesper Tiedemann beförderte Jan Ole Butzek den Ball irgendwie per Kopf ins Netz (83.). Für die Eicheder war es das erste Gegentor seit exakt 445 Minuten. Bei zwei weiteren Standards der Heider retteten SVE-Torwart Marcel Gevert in einem Eins-gegen-Eins gegen den völlig blanken David Quade (80.) und Wittig auf der Linie (76.). Auch wenn die Partie im zweiten Abschnitt offener war, hatten die Stormarner die deutlich besseren Torchancen durch Hasselbusch (78.), Zoch (72., 81.) sowie Wittig (82.). „Das war eine gute Mannschaftsleistung von uns. Das einzig traurige ist das Ergebnis“, betonte Arndt.

Evgenij Bieche (r.) gegen Heides David Quade. Der Eicheder hatte im ersten Durchgang neben anderen die Chance, die Führung der Hausherren zu erhöhen.

Evgenij Bieche (r.) gegen Heides David Quade. Der Eicheder hatte im ersten Durchgang neben anderen die Chance, die Führung der Hausherren zu erhöhen.

Auf die Frage, ob den Eichedern in dieser Saison ein echter Goalgetter fehlt, wie die beiden auf der Tribüne sitzenden die Ex-Spieler Vico Dombrowski (16 Tore im SVE-Trikot) und Tino Arp (14 Tore), sagte Kujawski etwas trotzig: „Einen Knipser brauchen wir nicht. Ich kann erwarten, dass jemand, egal, ob ein Sechser oder ein Innenverteidiger, ein Tor macht. Jeder, der in der Oberliga beim SV Eichede spielt, muss von diesen Dingern, die wir heute hatten, vier, fünf Dinger machen. Ende! Aus! Das können sie alle. Wenn sie es nicht machen, ist es eine Kopfsache. Es ist ärgerlich, dass man ein Spiel, in dem man besser ist, nicht gewinnt. Das nervt.“

Am Dienstag im Kreispokal

Zum ärgerlichen Gegentor sagte er: „Das tut mehr weh, wenn man das häufiger kriegt. So ein Ping-Pong-Zufallsding wie schon gegen den TSB Flensburg das erste Tor.“ Zudem monierte Kujawski das Verhalten der gegnerischen Mannschaft. „Die haben nur geschrien, egal, ob es ein Foul ist oder nicht. Das macht Fußball so kaputt, wenn du einfach nur schreist.“ Sei es drum. Viel Zeit zum Trübsal blasen, bleibt nicht, da Wittig & Co. schon am kommenden Dienstag im Kreispokal-Viertelfinale bei Neu-Verbandsligist VfL Oldesloe (Travestadion, 19.30 Uhr) gefordert sind. Kujawski kündigte eine Rotation an.

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SV Eichede: Gevert – Vollrath, Reimers, Ostermann, Arndt – Ehlers (86. Fischer), Grage (73. Adam) – Wittig (86. A. Gehrken), Wahl (77. S. Meyer), Bieche (61. Hasselbusch) – Zoch

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